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2001

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Ostern 2001

1. Tag

Wir sind mit dem Wohnmobil in Ulm auf die Autobahn und über Stuttgart, Karlsruhe, Richtung Frankreich gefahren.Die Fahrt war ruhig, der Verkehr nicht allzu stark, einen Stau gab es nur bei Leonberg, der sich allerdings in Grenzen hielt, so dass wir alles in allem recht flott vorankamen.

Als wir müde wurden, haben wir an einer Raststätte – bereits in Frankreich – Halt gemacht und dort die Nacht verbracht.

Es wäre alles schön gewesen, wenn diese bittere Kälte nicht gewesen wäre. Wir waren auf einen Frühlingsurlaub eingestellt und hatten das Gefühl, Winterurlaub zu machen. Wir warteten eigentlich nur auf Schneeflöckchen; was wir nicht wussten, war, dass es in Deutschland tatsächlich geschneit hatte und noch erheblich kälter gewesen war. Auf unserer Rückreise sahen wir neben der Autobahn Schneeberge und mussten im Nachhinein feststellen, dass wir trotz allem Glück mit dem Wetter gehabt haben.

Wir machten also das Beste, zogen uns in unser WOMO zurück, stellten die Heizung auf volle Stärke und ließen es uns gut gehen.

2. Tag

Wir streckten den Kopf aus dem WOMO und mussten feststellen, dass auch an diesem Tag die winterlichen Temperaturen anhielten. Wir ließen uns davon aber die gute Laune nicht verderben und machten uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Reims (Busparkplatz hinter der Kathedrale).

Hier wurden wir für die doch recht lange Fahrt belohnt. Reims ist ein schönes französisches Städtchen mit einigen Sehenswürdigkeiten, die wirklich sehenswert sind, allen voran natürlich die Kathedrale. Schon von außen ist sie ein wahres Meisterwerk, die auf harmonische Weise einige Kunstepochen in sich vereint; am stärksten geprägt von der Gotik. So wurden die Grundsteine der Kathedrale bereits im 5. Jahrhundert gelegt; geschichtlich erwiesen ist auch, dass im Jahre 496 Chlodwig dort dem Heidentum abschwor und sich dem Christentum zuwendete. Die Taufe dieses Barbarenkönigs nahm die Bevölkerung des gallo-römischen Reiches für das Christentum ein und half die politische und religiöse Ordnung wiederherzustellen. Noch heute betrachtet man die Taufe Chlodwigs als die Geburtsstunde der Franken und somit des heutigen Frankreichs. Ein Teil der Kirche fiel 1210 einem Brand zum Opfer, der die Stadt verwüstete, so dass im folgenden Jahr bereits der Grundstein für die heutige Kathedrale gelegt wurde. Nun wollen wir unseren geschichtlichen Ausflug verlassen und uns wieder unserer Reise zuwenden.

Nach der Besichtigung der Kathedrale hatten wir unseren ersten großen „Kultur-Hunger“ gestillt, machten einen Stadtbummel, besichtigten weitere kleine Kirchen und waren tief beeindruckt über das gesamte Stadtbild.

Schließlich entschlossen wir uns, uns nach einer Übernachtungsmöglichkeit umzusehen. Die Suche nach einem Campingplatz in Reims verlief erfolglos und wir sind nach Epernay zu einem WOMO-Stellplatz (Parkplatz beim Palais des Fêtes (mit WOMO-Symbol ausgeschildert)) weitergefahren. Epernay liegt etwa 15 km südlich von Reims und ist über eine gut ausgebaute Bundesstraße leicht zu erreichen.

In Epernay angekommen, gönnten wir uns zum Ausklang des Tages eine Flasche Champagner und ließen den Tag noch einmal Revue passieren und beschlossen, in Reims waren wir sicher nicht das letzte Mal. Das Einzige, was nach wie vor unseren Unternehmungsgeist trübte, war das Wetter.

3. Tag

Nach vorsichtigem Kopf-aus-dem-WOMO-strecken konnten wir feststellen, dass es etwas milder geworden war.

Wir beschlossen, in das Dörfchen Hautvillers, etwa 5 km von Epernay entfernt, zu fahren und dort eine „dégustation“ zu machen.

Zuerst besichtigten wir die Kirche „Abé“. Dies ist die Kirche, in der der „Erfinder“ des Champagners, Dom Perignon, sein Wirkungsfeld hatte. Es ist ein wunderschönes Kirchlein, ebenfalls im gotischen Stil gebaut.

Anschließend machten wir die „dégustation“, unser Gaumen erfreute sich an dem herrlichen Getränk und wir konnten nicht umhin, einige Flaschen des edlen Getränks mitzunehmen. Noch heute haben wir für besondere Anlässe einige gute Tropfen in unserem Weinkeller.

Zurück auf dem WOMO-Abstellplatz in Epernay entschlossen wir uns zu einer weiteren „dégustation“ und Cave-Besichtigung in der Kellerei Moet & Chandon. Über diesen Champagner muss man – denke ich – nichts berichten, denn er hat in Deutschland einen großen Namen.

Diesen Tag ließen wir auch gemütlich in unserem WOMO ausklingen.

4. Tag

Heute ist schon Abschiedsstimmung, denn wir wissen, die schönen Tage neigen sich ihrem Ende. Aber zuerst wollen wir noch die Kellerei Piper Heidsiek in Reims besichtigen.

Es ist schon ein Erlebnis, mit einem „Auto“ – im Stil einer „Geisterbahn“ -  durch die Kellerei zu fahren und alles Wissenswerte über Champagner, dessen Anbau und Entstehung und die Kellerei Piper Heidsiek – natürlich in deutscher Sprache - zu erfahren. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten und endet bei einer weiteren „dégustation“.

Auch hier haben wir einige Flaschen erworben und uns dann entschlossen, über die Dörfer Richtung Deutschland zu fahren. Wir haben noch sehenswerte Schlösser, Kirchen, Parks und vieles mehr gesehen, haben teilweise gehalten und besichtigt, teilweise jedoch nur im Vorbeifahren über so viel Schönheit gestaunt. Erwähnen möchte ich noch eine Basilika, und zwar in einem kleinen unscheinbaren Dörfchen L’Epine. Diese Basilika ist ein Ort der Harmonie, man kann sich dort vorstellen, andächtig zu sein und das Leben außerhalb dieser Mauern zu vergessen. Abends erreichen wir Heidelberg und wissen, diese Reise war zwar kurz, kalt, aber wir würden sie nicht missen wollen und werden sicher eines Tages in die Champagne zurückkehren, um all’ diese Schätze wieder betrachten und natürlich von dem leckeren Champagner trinken zu können.

 

Von Heidelberg aus gings dann auf der Autobahn nach Hause

 

 

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Wochenendausflug Oberbayern.

1. Tag

Abfahrt in Heidenheim ca. 12:00 Uhr, viele kleine Pausen und schließlich Ankunft Kloster Andechs ca. 16:00 Uhr.

Vesper im Kloster, vor allem leckeres dunkles Bier, wir tranken - durstgemäß etwas mehr - und fühlten uns nachher noch wohler. Mit guter Laune gingen wir das Kloster besichtigen. Nun, es ist gewöhnungsbedürftig, wir wissen nicht, was die Darstellungen tatsächlich ausdrücken wollen und haben nur die einhellige Meinung, wir haben schon ausdrucksvollere Klöster besichtigt. Anschließend gingen wir Minigolf-spielen. Es machte Spaß und es gewann - standesgemäß - mein Gatte. Na warte, das wirst du noch bereuen ;-) Spaß hat es aber doch gemacht. Jetzt sitzen wir gemütlich im WOMO, planen den morgigen Tag und lassen es uns gut gehen.

Fahrtstrecke:  A7 bis Memmingen dann A96 bis Ausf. Diesen nach Andechs

2. Tag

Heute waren wir so richtig faul und wollten nicht aufstehen. Schließlich war es 11.00 Uhr, als wir nach einem guten Frühstück - ohne Butter, die in Heidenheim im Eisschrank steht - losfuhren. Geplant hatten wir eine Wanderung, tatsächlich fuhren wir Richtung Garmisch und machten schließlich eine "Pause" von drei Stunden in Oberammergau. Es ist unglaublich, wie schön die Häuser dort bemalt sind (Lüftlesmalerei), wie geschmackvoll der gesamte Ort ist, nichts stört und wirkt "fehl am Platz". Die Schnitzerei muss man eigentlich nicht erwähnen, jeder weiß, Oberammergau ist praktisch diiiie Stadt der Schnitzerei. Wir kamen auch voll auf unsere Kosten. Es gibt für jeden etwas, Heiligenschnitzereien, Schachfiguren, Brunnen, Holzbänke etc. etc. etc.

Unsere Weiterfahrt war geprägt von einer schönen Landschaft, einfach oberbayerisch, wie man sie sich vorstellt. Unser Ziel war schließlich Schloss Linderhof. Tja, es fällt schwer, eine eigene Meinung, die man sich irgendwie abringt, abzugeben. Ludwig II war ein besonderer, von der Norm abweichender, Mensch, er hatte zweifelsohne Geschmack, liebte das Schöne und Gute und war - ebenfalls zweifelsohne - sehr einsam. Fahrt hin und verschafft euch einen eigenen Eindruck. Wir waren jedenfalls beeindruckt - wohl gemerkt - ich sage nicht, wir sind mit allem, was wir sahen, einverstanden, aber beeindruckt waren wir auf alle Fälle und haben - das ist auch schön - für den heutigen Abend ein interessantes Diskussionsthema, nämlich Schloss Linderhof und Ludwig II. Im übrigen haben wir den Entschluss gefasst, uns auch das Schloss Hohenchiemsee anzuschauen. Seid also gespannt auf einen weiteren Reisebericht.

Nach der Besichtigung fuhren wir weiter über den Plansee und Reutte in Tirol nach Nesselwang. Hier stehen wir jetzt - wie viele andere WOMOs auch - auf dem WOMO-Stellplatz und lassen den Abend ausklingen.


3. Tag

Kurz vor 8:00 Uhr weckt uns ein mittleres Hupkonzert. Leicht ärgerlich schaue ich aus dem Fenster und die Wolken veziehen sich sofort. Der örtliche Bäcker hat seinen Kombi vollgeladen und verkauft am Stellplatz frische Wecken (Brötchen). Kaum habe ich das Frühstück im Womo und will mich noch ein wenig auf's Ohr legen klopft es an der Tür und der Obolus (DM 10,00 ) ist zu berappen.

Also sind wir eben doch gleich aufgeblieben und nach dem Frühstück nach Hause gefahren, denn das Womo muss noch ausgeräumt werden, da ab Mitte der Woche ein Sohnemann samt Freundin damit unterwegs ist.

 

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Mai - ein kurzer, aber besonderer Urlaub

1. Tag:

10.Mai.2001 Abfahrt von Heidenheim nach einem tollen Tag fahren wir gegen 15:00 Uhr ab. Unser erstes Ziel ist Lindau und zwar heute der Park Camping am See (http://www.park-camping.kr-werknetz.de/) in Lindau Zech. Nach einem schönen Abendessen in Lindau gehen wir früh schlafen, denn der nächste Tag wird ein anstrengender Fahrtag.
Reiseroute: Heidenheim A7 bis Kreuz Memmingen dann A 96 bis Lindau

2. Tag

Wir sind schon um 7:00 Uhr (!!!) aufgestanden und ohne Frühstück losgefahren. Über Bregenz nach Hörbranz in die Schweiz. Dort auf die Autobahn Richtung St. Bernhardino Mailand. Frühstück gab es dann in der Raststätte Heidiland kurz vor dem St. Bernhardino.
Auf dem St. Bernhardino lag noch Schnee und der Stausee war noch vollständig zugefroren, also war die Rast auch entsprechend kurz. Weiter ging es Richtung Süden über Mailand, Genua und dann endlich Frankreich. Unser Ziel war der Campingplatz Les Cigales bei Le Muy. Ein wirklich schönes Plätzchen in einem Pinienwald mit Palmen, Oleander und Kakteen und einem Pool.(ca. 150m nach dem Mauthäuschen links immer die schmale Straße entlang, trotz der Nähe zur Autobahn sehr ruhig)

Reiseroute: Lindau Bregenz Hörbranz Chur St. Bernhard Mailand Genua Le Muy

3. Tag

Auch heute ging es wieder früh aus den Federn. Da es noch Vorsaison war, gab es auf dem Platz noch keine frischen Brötchen, also ging es erst einmal zum Einkaufen mit anschließendem Frühstück.
Danach ging’s dann zum Chateau Sainte Roseline, um Wein einzukaufen (einen sehr schönen Rosé und einen fruchtigen Blancs, die Roten haben mich in diesem Jahr nicht so überzeugt).
Mit den entsprechenden Vorräten ausgerüstet, ging es dann in Richtung Norden zum

Grande Canyon de Verdon (Le Georges du Verdon)

Wer in der Gegend war und sich dieses Naturwunder nicht angeschaut hat, dem ist nicht zu helfen. Aber Vorsicht, die D71 ist wirklich sehr schmal und ein entgegenkommender Bus hat was. Aber man muss es einfach gesehen haben.
Auch der anschließende Stausee Lac de St. Croix ist einfach wunderschön. Bis vor einigen Jahren konnte man auf den Parkplätzen direkt am See übernachten, heute stehen leider überall Schranken in 2 M. Höhe (warum wohl ??) Also sind wir auf den Campingplatz gleich vor der Brücke "geflüchtet" und hatten doch noch einen schönen Blick auf den See.
Reiseroute: Le Muy N555 Richtung Draguignan Abstecher auf die D91 zum Chateau
                 D955 Richtung Combs sur Artuby D71 (Sublime) Aiguines Lac de St.Croix.

4. Tag

Es geht weiter, unser nächstes Ziel ist der Luberon. doch zunächst schauen wir uns Moustiers Ste. Marie an. Der Ort sagt Ihnen nichts ????????? Also nichts wie hin. Moustiers Ste. Marie ist erstens ein Wallfahrtsort und vor allem " Cité de la Faience.
Aber Achtung, wenn ihr Vergnügen und Freude an schönem Geschirr habt, lasst am besten den Geldbeutel und vor allem die Kreditkarte im Womo. Wir haben es anders gemacht und gleich das Geburtstagsgeschenk für Violetta eingekauft. Nach ca. 2 Stunden Schauen und Staunen sind wir dann weitergefahren. Ach ja, geparkt haben wir auf dem Busparklatz, gleich links am Ortsanfang (etwas tiefer gelegen).

Der Rest war eine Fahrtag mit dem Ziel, möglichst bald nach Bouux im Luberon zu kommen. Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz der Auberge des Seguins, wo wir uns auch noch ein schönes Gläschen Wein gegönnt haben (eins?)
Reiseroute: Lac de Ste. Croix D 957 Moustiers Ste Marie D952 Riez Allemagne en Provence
                 St Paul lés Durance D 973 Pertuis Cadenet D943 Lourmarin D113 Buoux .(Vorsicht das letzte Stück ist
                 wirklich eng)

5. Tag

Als wir nach dem Frühstück losfahren wollen, werden mitten auf der Wiese Pferde zum Ausreiten der Aubergegäste fertig gemacht, also schauen wir zu und warten. Dann geht es zu Fuß zum Fort, was soll ich sagen, einfach die Bilder ansehen. und staunen, wie man vor ca. 800 Jahren gelebt hat. Ich war nun zum drittenmal da und bin immer noch beeindruckt. Das Bild zeigt den „Geheimausgang“, er ist so steil wie er ausschaut !
Dann ging es weiter  nach Bonnieux, Lacoste( Die Reste der Burg des Herrn M. de Sade) und Menerbes. Alle drei Orte sind wirklich wunderschön. Östlich von Mernerbes wurde noch schnell unser Vorrat an Rosé ergänzt, eigentlich war geplant, dort zu bleiben, aber mangels einer örtlichen Bank und ziemlichem Schwund unserer Barschaft fuhren wir gleich weiter nach Aigues Mortes, wo wir ziemlich spät am Abend ankamen und auf den Campingplatz La Petite Carmargue fuhren, der wirklich sehr zu empfehlen ist (fantastischer Pool, herrliche Croisants u.s.w.)

Reiseroute : Buoux D943 D36 Bonnieux D3 (wichtig nicht D 109 sonst müsst ihr durch Lacoste wo es  sehr sehr
                   eng ist) D106 Lacoste (angeblich darf man vor der Ruine nicht übernachten, schade wäre wirklich
                   schön und romantisch) D109 Menerbers (Busparkplatz auf dieser Seite ca. 20 m vor dem Ortschild
                   re. Hier habe ich auch schon übernachtet und ruhig geschlafen) Cavaillon A7 bis Salon de Provence
                   A54 bis Arles (einkaufen) D570 Richtung St. Maries de la Mer D38 c und D58 nach Aigues Mortes.

6. Tag

Eigentlich ein Ruhetag aber so ganz konnten wir es doch nicht lassen, also fuhren wir nach Aigues Mortes und zu einer Stadtbesichtigung bzw. zum Tour de Constance. Hier wurde Marie Durand 38 Jahre gefangen gehalten, nur um auf ihren evangelischen Bruder der Pastor war und sich weigerte zum "richtigen" Glauben zurückzukehren,  Druck auszuüben (Hugenottenverfolgung)
Aigues Mortes wurde als Hafen für die Kreuzzüge  von Ludwig IX genutzt, der von hier aus nach Ägypten und Tunesien aufbrach. Heute liegt Aigues Mortes fast schon im Landesinneren. Hier ist übrigens auch der Stammsitz der Weinkellerei Listel, die den sog. Sandwein erzeugt und vermarktet (Führungen sind möglich).
Nachmittags aalten wir uns am Pool und genossen so richtig das schöne Wetter. Abends gab es unsere Lieblings- und Hauptmahlzeit in diesem  Urlaub SPARGEL.

Reiseroute: Heute keine  :-)

7. Tag

Eigentlich wollten wir den Tag am Meer verbringen, deshalb fuhren wir an den Strand von Espiguette, an dem ich schon öfter war. Heute allerdings ging so ein strammer Wind, dass an "Strandleben" nicht zu denken war. Mit dem Womo ist man ja flexibel, also fuhren wir eben weiter unserem nächsten Ziel Avignon entgegen.
Unterwegs kurz vor Arles an der D 570 stand ein Schild " Chateau d' Avignon" also nichts wie hin. Dieses "Schlösschen" müsst ihr einfach sehen. Es ist außen in seiner alten Substanz erhalten und innen Anfang des Jahrhunderts durch die Familie Nolly-Prat vollständig renoviert. Einfach toll.
Danach ging es Richtung Salin der Giraud zur Besichtigung der Saline.

Nach dem Auffüllen unserer Vorräte ging es endgültig Richtung Avignon, dachten wir allerings, gab es unterweg schon wieder ein Schild zu einer Abtei. Prompt wurden die Vorsätze vergessen und abgebogen. Diesmal kamen wir aber zu spät. Allerdings gibt es vor der Abtei einen tollen Parkplatz, auf dem auch schon ein Womo stand, also wurde beschlossen, zu übernachten. Auf der Wiese davor probten dann ab ca. Mitternacht die Jugendlichen aus der Umgebung ihre Fahr- und Schleuderkünste. Nach dem zweiten Fast Crash galt es, sich entweder weiter in den Parkplatz zurück zuziehen oder gleich weiterzufahren. Wir wählten das letztere und übernachteten bis gegen 7:00 Uhr in irgendeinem kleinen Dorf.
Dass wir so bald geweckt wurden, halte ich im Nachhinein für einen großen Vorteil. Wir bekamen in Avignon noch einen Parkplatz an der Stadtmauer.
Avignon und der Papstpalast müsst ihr sehen, denn wenn ich euch sage, dass es ziemlich enttäuschend ist, glaubt das ja doch niemand. Der Papstpalast ist buchstäblich leer und trotzdem haben wir uns ca. 2. Stunden darin aufgehalten (weil wir es einfach nicht glauben konnten (Führung mit so einem tragbaren Tonband ist auch völlig ausreichend))

Entschädigt wurden wir dann mit der Brücke bzw. den Resten davon .

Nach ca. 5 Stunden Avignon fuhren wir auf die Autobahn und Richtung Norden, da der Urlaub so langsam dem Ende zuging.

Reiseroute: Aigurs Mortes D 979 le Grau du Roi Richtung Port Carmarque und dann den Schildern Espiquette nach.
                 Zurück über Aiges Mortes Richtung Arles Abstecher über die D37 und D36 nach Salin d. Giraud Arles
                 N 570 Richtung Avignon Abstecher zur Abtei (?) Avignon A7 Richtung Lyon Übernachtung auf dem
                 Rastplatz St. Rambert-d'Albon

8. Tag

Wir sind über die Autobahn bis ins Elsaß gefahren und gegen 17:00 Uhr in Equisheim angekommen. Wieder haben uns die Päpste eingeholt. Aus diesem Ort stammt Papst Leo IX und ihm zu Ehren wurde mitten im Ort eine wunderschöne Kapelle errichtet (die Bilder müsst ihr ansehen). Übernachtet haben wir auf dem Busparkplatz und zum Abendessen gabs wieder unseren geliebten Spargel, diesmal mit einem Muskatwein (überraschend harmonisch).

Reiseroute: Autobahn Autobahn..............

9. Tag

Wir fuhren über die Weinstrasse und haben uns noch Barr (nach Equisheim etwas blass) und Obernai angeschaut. Danach ging’s zu M. Ste. Odil, dem Kloster der Heiligen Odilie. Allein der Blick in die Rheinebene ist diesen Ausflug wert. Aber auch das Kloster ist wirklich sehenswert. Dann ging es zurück nach Mittelbergheim. Zum Ausklang unseres Urlaubs genossen wir noch ein leckeres Menue in der Weinstube Gilg (ich war schon öfters dort und kann es wirklich empfehlen.) Übernachtet haben wir auf dem Parkplatz am Zotzenberg (neben dem Friedhof)

Reiseroute: viele kleine D Sträßchen und viele schöne Dörfchen.(Weinstraße) zum M. St. Odil einfach der
                 Beschilderung folgen. Übernachtungsplatz von Barr aus anfahren nicht von Süden, sonst muss man durch
                 das kleine Örtchen was zwar geht aber anders ist es einfacher.

 

 

10. Tag:

 

Einfach nur Heimfahrt über die Autobahn.

Warum dies nun ein besonderer Urlaub war ???

Ganz einfach, es war unsere HOCHZEITSREISE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

Alle Bilder sind im Dowloadbereich

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Urlaub im September 2001

1. Tag

Endlich um 17.00 Uhr war es soweit, endlich Abreise.
Unserer Planung entsprechend sind wir nach Stuttgart gefahren, um uns von Tanja und Dunja bei einem gemütlichen Essen für drei Wochen zu verabschieden. Es wurde ein wirklich gemütliches Essen im Marché auf der Königsstraße. Nach etwas mehr als einer Stunde haben wir uns verabschiedet, um ein Plätzchen für die Nacht zu suchen. Wir sind auf der A 81 bis Neckarsulm gefahren und haben dort auf einem WOMO-Platz mitten im Grünen gemütlich übernachtet. Weil wir ganz alleine waren, konnten wir gegen Morgen die Jalousien öffnen und befanden uns praktisch mitten auf der Wiese und im Wald.

2. Tag

Nach einem gemütlichen Frühstück sind wir auf der A 81 weiter Richtung Mannheim gefahren. Unser Ziel war die Maimarkthalle in Mannheim, in der wir uns erstmals die Riverdance-Aufführung anschauen wollten. Ein Regenschauer jagte den anderen und wir beschlossen, bei solch’ einem Urlaubsanfang erst einmal für unser leibliches Wohl zu sorgen. Wir fuhren nach Malsch, machten eine Weinprobe und kauften zwölf Flaschen Wein, den wir uns schmecken lassen wollen. Auf der Weiterfahrt regnete es nach wie vor in Strömen, aber wir kamen ohne Probleme in Mannheim und schließlich bei der Maimarkthalle an. Wir fanden einen schönen „Parkplatz“, von dem aus wir eine gute Sicht auf die Autobahn, einen kleinen Flughafen hatten und selbst von der Straße wegen dicker Sträucher nicht gesehen werden konnten.

Jetzt machten wir uns auf Entdeckungsreisen und fanden uns bei einer Fertighausausstellung wieder. Wir besichtigten einige Häuser, die uns teilweise recht gut gefielen, teilweise aber tatsächlich verbaut waren. Uns hat es aber trotzdem gefallen. Schließlich sind wir zum WOMO zurückgelaufen, um uns für den Abend herzurichten und noch etwas Gutes zu essen.

Endlich war es soweit, wir kamen zur Maimarkthalle, waren früh genug dran, um noch die Atmosphäre, die immer vor großen Veranstaltungen herrscht, bei einem Glas Sekt auskosten, um schließlich unsere Plätze aufzusuchen. Die Fernsehausschnitte, die wir gesehen haben, hatten nicht zu viel versprochen. Es war ein unglaubliches Erlebnis, die Tänzer, Sänger und Musiker zu beobachten und zu hören. Es gab standing ovations für die Stars und wir kehrten beschwingt und vergnügt zum WOMO zurück. Wir sind uns einig, sollte Riverdance wieder einmal in eine für uns mit dem WOMO erreichbare Nähe kommen, werden wir es wieder anschauen.

3. Tag

Heute hieß es früh aufstehen, nachdem wir geplant hatten, bis Calais zu kommen, um am nächsten Morgen mit der Fähre nach Dover zu fahren. Wir hatten eine angenehme – wenn auch verregnete – Fahrt und kamen nach einer Fahrzeit von ca. neun Stunden, in denen wir einige 10 Minutenpausen eingelegt hatten, in Calais an, kauften ublinsere Fahrkarte und fanden einen Schlafplatz direkt auf dem Parkplatz der Reedereien. Wäre es nicht so windig gewesen, hätten wir sicher einige Kontakte schließen können, denn die Idee, hier die Nacht zu verbringen, hatten einige andere WOMO-Fahrer auch.

4. Tag

Morgens um 7.00 Uhr ging unsere Fähre und wir fuhren in den Tag hinein. Als wir die Kreidefelsen der englischen Küste sahen, freuten wir uns, denn wir wussten, dies werden wieder unvergessliche Tage.
Von Dover aus fuhren wir direkt auf die Autobahn und waren – nach englischer Zeit – um ca. 11.00 Uhr in London auf dem Campingplatz „Crystal Palace“. Uns wurde ein Platz zugewiesen, wir schlossen das WOMO an die Elektrizität an und machten uns auf den Weg in die City. Mit der Linie 3 fuhren wir etwas mehr als 30 Minuten bis zum Picadelly Circus. Wir aßen eine Kleinigkeit, suchten und fanden den Weg zu dem Palace Theatre, um unsere Karten für die Vorstellung Les Miserables am Mittwoch, die wir bereits in Heidenheim vorbestellt hatten, abzuholen. Es klappte – wie immer – ohne Schwierigkeiten und wir konnten bereits heute unsere Vorfreude genießen, nach zweijähriger Pause endlich wieder einmal dieses Musical anschauen zu dürfen.
Mit der Underground sind wir zur Bakerstreet gefahren, um Madame Tussauds einen Besuch abzustatten. Auch dies war wieder ein Erlebnis. Nach wie vor ist es unglaublich, wie sehr die Wachsfiguren den Menschen, die sie darstellen, ähnlich sehen. Wir wurden mit „Pierce Brosnan“ fotografiert und werden dieses Foto in Ehren halten, auch wenn es sich nur um eine Wachsfigur handelt, denn es wird uns immer an einige unterhaltsame Stunden erinnern. Die Rückfahrt mit der Linie 3 war – nachdem ein starker Verkehr herrschte und der Bus erhebliche Verspätung hatte – entsprechend rasant.
Wir dürfen nicht vergessen, zu erzählen, dass auf dem Capingplatz ein zahmes Füchschen sein Zuhause gefunden hat. Es wird von allen Gästen gefüttert und verhätschelt, allerdings wurden wir gewarnt, Schuhe und Spielsachen draußen zu lassen, denn dann hätte Füchschen Spaß, wir allerdings weniger......... Wahrscheinlich handelt es sich gerade deswegen um einen besonders sauberen Campingplatz.

5. Tag

Heute haben wir uns einen gemütlichen Tag gemacht, sind ein wenig durch Crystal Palace spaziert und haben dort im Safeway – einem Supermarkt -, ca. 1 km vom Campingplatz entfernt, unseren Vorrat aufgefrischt.

6. Tag

Wir sind relativ früh aufgestanden und beschlossen, ein wenig Sightseeing zu machen, da wir uns nicht zu sehr anstrengen wollten, da wir für abends Karten für Les Miserables hatten. Wir sind zuerst mit dem Bus bis Brixton gefahren, dort mit der Underground bis Bayswater, sind dort ein wenig gebummelt und anschließend über den Kensington Park in den Hyde Park gelaufen. Dieser Spaziergang ist in jedem Fall zu empfehlen, zeigt er doch inmitten einer Weltstadt noch wunderschöne gepflegte Natur mit fast zahmen Eichhörnchen und Vögeln. Von dort sind wir am Hard Rock Cafè vorbei- bis zur Underground Green Park gelaufen, von wo wir zur Westminster Abbey gefahren sind. Solch’ eine gegantische und unglaubliche Kirche sucht ihresgleichen. Sie ist wunderschön und man kann sich ohne große Probleme in Gedanken in die frühere Welt der Engländer hineinversetzen. Wir hätten noch viel unternehmen können, verschoben dies auf einen späteren Zeitpunkt, nachdem wir uns für den Abend noch etwas ausruhen und zurechtmachen wollten, also sind wir zum Campingplatz zurückgekehrt.
Mit der Linie 3 sind wir gegen Abend nach London hineingefahren, haben natürlich mit traumwandlerischer Sicherheit das Palace Theater gefunden und konnten endlich die Atmosphäre des Theaters auskosten. Les Miserables war ein weiteres Mal ein Erlebnis und es ist sicher, dass wir dieses Musical nicht zum letzten Mal gesehen haben. In der Pause haben wir uns ein Gläschen Wein gegönnt und sind schließlich um 22.30 Uhr beschwingt zum Bus und in unser WOMO zurückgekehrt. Man kann also sagen, dass dies ein besonders gelungener Abend unseres Urlaubs war.

7. Tag

Heute sollte es abends wieder aufs Festland gehen, aber wir hatten noch einen langen schönen Tag vor uns. Wir richteten erst uns, dann das WOMO und machten uns auf den Weg Richtung Süden. Es ist eigentlich nicht schwierig, aus London herauszukommen, wenn man die Sircular Road – in diesem Fall die South Sircular Road – findet. Das hatten wir bald geschafft und fuhren auf der M 20 Richtung Dover. Wir hatten schon vorher geplant, Leeds Castle – den Worten der Engländer entsprechend, das schönste Schloss der Welt – zu besuchen. Nach etwa 45 Minuten konnten wir die Autobahn verlassen und wurden durch die Hinweisschilder ohne Schwierigkeiten zu Leeds Castle gelenkt. Der Park dieses Schlosses ist sehr ungewöhnlich, es ist eine riesige Parkanlage, wo man alle im europäischen Raum lebenden Vögel, wie Enten, Gänse, Schwäne – auch schwarze - bewundern kann. Aber auch exotische Vögel werden dort in großen Käfigen gehalten, Pfaue spazieren zwischen den Besuchern umher und versuchen hier und dort einen Bissen zu erhaschen. Es ist dort wirklich außergewöhnlich, nicht zu vergessen sind die Bäume und die Pflanzen, die in allen Farben die Wege säumen; es sind einheimische Bäume ebenso wie solche mit merkwürdigem Wuchs und Rosen in allen Farben und Gattungen und vieles mehr. Das Schloss selbst ist nach unserem Verständnis von außen eine Burg. Kommt man nach innen, kann man feststellen, dass dort viele Kunstrichtungen und Zeitepochen – genau genommen fast 700 Jahre – in unvergleichlicher Weise miteinander harmonieren. Wir behaupten, es ist vielleicht nicht das schönste Schloss der Welt, das ungewöhnlichste aber allemal.
Nach der Besichtigung fuhren wir weiter nach Dover und mit der Fähre zurück aufs Festland. Wir kamen in Calais an und fanden das gleiche Wetter wie bei unserer Abfahrt vor, nämlich Kälte und orkanartige Regenschauer. Als Fazit können wir deshalb mit Sicherheit sagen, das englische Wetter ist viel besser als sein Ruf.
Wir fuhren noch einige Kilometer und machten schließlich an einer Autobahnraststätte Halt und gingen müde aber sehr zufrieden zu Bett.

8. Tag

Nach einem erholsamen Schlaf und einem guten Frühstück brachen wir Richtung Rouen auf, das wir auch ohne Schwierigkeiten erreichten. Wir fanden einen großen Parkplatz in Stadtnähe an der Seine (linke Uferseite bei den Quais. Ich bin mir sicher, dass man dort auch Übernachten könnte; wir haben es aber nicht versucht. Über eine evtl. Nachricht  würde ich mich freuen).Es würde schwierig werden, alles Sehenswerte genau zu beschreiben, deshalb will ich mich stichpunktartig darauf beschränken, die sehenswertesten Gebäude und Sehenswürdigkeiten darzustellen.
Blickpunkt der Stadt und natürlich unser erstes Ziel war die Kathedrale Notre-Dame. Sie ist sehr majestätisch und man fühlt sich in ihrem Inneren geborgen, die Fenster und Altare sind sehenswert und man kann sich in die Zeit ihres Baus hineinversetzen. Weiter führte uns unser Weg zu der Kirche Saint-Maclou, die ebenfalls sehr beeindruckend war. Hier spürt man die spätgotische Handschrift und kann sich noch einmal in eine frühere christliche Zeit hineinversetzen. Beeindruckt haben uns die „alten Häuser“ rechts und links der Kirche. Wir konnten nicht widerstehen und sind in eine dieser kleinen Straßen hineingelaufen. Wir waren begeistert von den „Spielzeughäusern“ und konnten uns ausmalen, wie die Menschen hier einst gelebt haben. Schließlich kamen wir zu einem Durchgang, den wir neugierig passierten. Wir standen in einem Hof eines quadratisch angelegten Hauses, dessen Bau wir auf das 16. Jahrhundert schätzten. Wir konnten lesen, dass sich dort eine Kunstschule befindet. Wir schauten uns andächtig jede Treppe und die Hausmauern an, auf denen Werkzeuge und Totenköpfe dargestellt sind. Neugierig geworden, was diese eigentümlichen Verzierungen bedeuten, kauften wir uns einen Rundführer von Rouen. Wir erfuhren, dass vor dem Bau des Hauses dort ein Friedhof war und – nachdem dieser zu klein geworden war – das Haus gebaut wurde und die Darstellungen eben das Totengräberwerkzeug und die Gebeine darstellen.
Sie sehen, wir sind wirklich begeistert von Rouen und wir könnten immer weiter berichten. Doch wollen wir nur noch auf das Rathaus, den Justizpalast und natürlich die Abtei Saint-Ouen und einige weitere Sehenswürdigkeiten verweisen und empfehlen, auf einer etwaigen Nordfrankreichfahrt auf keinen Fall Rouen auszulassen.
Schließlich sind wir aus Rouen heraus- und Richtung Le Mont St. Michel weitergefahren und haben auf einer Raststätte Halt gemacht, um die Eindrücke des Tages gut verarbeiten zu können

9. Tag.

Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir uns auf den Weg nach Le Mont St. Michel gemacht. Nachdem wir sehr viele Möglichkeiten des Abbiegens von der Rue Nationale gefunden haben, wie den Besuch des Chateaus de Crevecoeur in Crevecoeur en Auge, der Fahrt über die sehr romantische Rue du Cidre (mit Kauf von Calvados, Pommeaux und Cidre) u.a., sind wir schließlich gegen 17.00 Uhr am Le Mont St. Michel angekommen. Wir konnten unser WOMO direkt am Meer auf einem für WOMOs reservierten Parkplatz abstellen und uns den Mont erstmals aus der Nähe anschauen. Sämtliche Bilder, die wir jemals gesehen haben, und jegliche Beschreibungen aus der Vergangenheit haben nicht annähernd die Schönheit und Einmaligkeit des Monts beschrieben. Wir haben uns auf den Weg gemacht und konnten uns nicht  satt sehen an dem Bild, das sich uns bot. Ein Kloster der Benediktiner haben wir schon oft besichtigt, Souvenierläden gibt es viele; aber dieses Kloster vor vielen vielen Jahren in Stein gehauen, von Mönchen vor sämtlichen Feinden, einschließlich der Natur, verteidigt, ist wohl ein einmaliges Kunstwerk. Als wir nachts in unserem WOMO saßen, hörten wir draußen den Wind heulen, das Meer rauschen und sahen den beleuchteten Mont. Wir haben kaum etwas Schöneres erlebt.

10. Tag

Als wir morgens aufwachten, beschlossen wir, nochmals zum Le Mont St. Michel zu gehen und das Kloster zu besichtigen. Wir machten uns auf den Weg und hörten schon bald die Warnung, dass am Nachmittag der Parkplatz geräumt werden müsse, weil die Flut an diesem Tage besonders stark werden und weit auf das Festland hinausspülen würde. Wir entschlossen uns, kein Risiko einzugehen und auf den nächsten Campingplatz zu fahren – wir mussten sowieso eine Ver- und Entsorgung vornehmen – und uns einen gemütlichen Tag zu machen und möglicherweise morgen nochmals zum Mont zu fahren. Wir fanden ganz in der Nähe ein kleines gemütliches Plätzchen und waren einmal so richtig faul und genossen den Tag. Allerdings ganz faul konnten wir nicht sein; wir machten Pläne, wie der weitere Reiseverlauf aussehen sollte und welche Loire-Schlösser wir möglicherweise besichtigen können.

11. Tag

Nach einem guten Frühstück konnten wir nicht anders, als noch einmal zum Mont zu fahren und das Kloster zu besichtigen. Auf der Fahrt zu dem Abstellplatz konnten wir feststellen, dass das Meer tatsächlich den gesamten Parkplatz überflutet hatte, denn überall lagen Schlamm und Algen. Wir kannten uns ja jetzt schon recht gut aus und gingen zielstrebig zum Eingang des Klosters. Es war schon beeindruckend, die Atmosphäre des Klosters zu fühlen, die wunderschönen Säulen und architektonischen Meisterwerke an Säulen zu betrachten. Der Blick aus den Fenstern zeigte uns eine unwahrscheinlich idyllische Ebbelandschaft. Der Boden sah aus wie die Oberfläche eines Planeten in Science fiction Filmen. Mit anderen Worten, die Besichtigung des Klosters war innen und außen ein Erlebnis.
Nachdem auch für heute eine Überschwemmung durch das Meer vorausgesagt worden war, entschlossen wir uns, Richtung Loire weiterzufahren. Wir fuhren über die Rue Nationale, um die Landschaft ein wenig mehr genießen zu können. Es lohnte sich und wir konnten durch nette Städtchen und Dörfchen fahren, hielten hier und dort einmal an, um etwas zu besichtigen und kamen schließlich in Le Lude – einem kleinen Dörfchen an der Loire - an. Wir hatten gelesen, dass das Schlösschen hier eines der schönsten Frankreichs sein solle.
Wir fanden auch ohne Probleme das Schloss und fuhren zu einem zentral gelegenen Campingplatz, der sehr sauber und recht preiswert war. An diesem Campingplatz fließt die Loire direkt vorbei, auf der anderen Seite befinden sich ein Schwimmbad und ein Tennisplatz.
Bei einem abendlichen Spaziergang stellten wir fest, dass die Stadt bereits um 19.00 Uhr wie ausgestorben war und uns an eine „Geisterstadt“ erinnerte. Der einzige Bäcker, den wir fanden, hatte am Dienstag, also am kommenden Tag geschlossen.

12. Tag

Wir verbrachten eine ruhige und erholsame Nacht und gingen am Morgen zu dem Château Le Lude. Die Pforte war auch tatsächlich geöffnet und wir freuten uns auf eine schöne Besichtigung. An der Kasse wurde uns allerdings erklärt, dass wir jetzt nur die Gärten und mittags ab 14.30 Uhr das Schloss besichtigen könnten. Wir entschlossen uns, nicht vier Stunden zu warten, um möglicherweise eine neue Enttäuschung erleben zu müssen. Also machten wir uns auf den Weg Richtung Saumur. Unterwegs erblickten wir ein Schild „Abbaye de la Boissière“. Wir beschlossen, diese Abtei anzuschauen, nachdem wir ja erheblich Zeit gewonnen hatten. Als wir bei der Abtei ankamen, mussten wir lesen, dass die Abtei nur in den Monaten Juli und August zu besichtigen ist und ansonsten privat genutzt wird. Also fuhren wir weiter Richtung Saumur. Unser nächster Versuch galt Saumur Castle. Wir waren der Meinung, dass eine so große Stadt wie Saumur wissen, was man den Touristen schuldig ist. Weit gefehlt. Wir kamen wohl in das Schloss hinein, um unseren Besichtigungshunger zu stillen, aber wenn wir geglaubt hatten, in die Vergangenheit zurückversetzt zu werden und einiges über Land und Leute, Adel und Volk zu erfahren, wurden wir eines Besseren belehrt. Wir wurden in ein Museum geführt, das – ohne jeden Zweifel sehr schönes und antikes – Geschirr enthielt, aber leider eben nur Geschirr. In dem nächsthöher gelegenen Stockwerk konnten wir ein Museum über Pferde besichtigen und Hufeisen und Steigbügel sämtlicher vergangener Jahrhunderte bewundern.
Nun war für heute unser Besichigungshunger gestillt. Wir fuhren zu der Kellerei Gratien & Meyer, machten eine „degustation“ und kauften einige Flaschen weißen und roten Gremant. Nun war die gute Laune wieder hergestellt und wir fühlten uns – nicht nur aufgrund der Weinprobe – beschwingt. Wir setzten unsere Fahrt fort und fuhren gemütlich an der Loire entlang, bewunderten die wirklich schöne romantische Landschaft und kamen schließlich zu unserem nächsten Ziel Amboise. Wir waren der Meinung, in dieser geschichtsträchtigen Stadt, der Leonardo da Vinci sein größtes Werk, die Mona Lisa, hinterlassen und wo er seine letzte Ruhe gefunden hatte, würden wir endlich auf unsere Kosten kommen.
Abends machten wir noch einen ausgiebigen Spaziergang an der Loire entlang, besichtigten das Städtchen und bewunderten die Mauern des Château, um schließlich guter Dinge zu unserem WOMO, das am Loire-Ufer geparkt war, zurückzukehren.

13. Tag

Als wir aufstanden, war es sehr trüb und regnerisch. Trotzdem machten wir uns guter Dinge auf den Weg und entschlossen uns, zuerst Clos Lucè, den Wohnsitz von Leonarda da Vinci in seinen letzten vier Lebensjahren anzuschauen. Wir wurden nicht enttäuscht. Es handelt sich um ein kleines Schlösschen, das eine wunderbare Atmosphäre ausstrahlt, mit einem wunderbaren Renaissance-Gärtchen und einem kleinen Park. Wir konnten Werke von da Vinci bewundern und über die genialen Ideen, die da Vinci schon vor 500 Jahren hatte, staunen. So hatte er praktisch schon den Hubschrauber, das Fahrrad, ein Auto und vieles mehr erfunden.
Nach der Besichtigung machten wir uns auf den Weg zu dem fünf Minuten entfernt gelegenen Château Amboise. Hier konnten wir zuerst eine kleine Kapelle und anschließend Schloss und Park besichtigen. Auch hier war eine Atmosphäre, die uns in die Zeit von Franz I., Karl V etc. zurückversetzte. Die Aussicht auf die Stadt und die Loire ist unglaublich und man konnte sich gut in die Wachtposten versetzen, die weit über das Land nach eventuellen Feinden Ausschau hielten.
Wir waren mit dem Tag sehr zufrieden, nur leider spielte das Wetter nach wie vor nicht mit und wir beschlossen, nach Blois zu fahren, um auch dieses Schloss zu besichtigen. In Blois angekommen, sahen wir zuerst die Kathedrale, die wir uns anschauten. Sie ist ein wunderschönes gotisches Gebäude, dem es allerdings etwas an Ausstrahlung mangelt. Unser Weg führte uns weiter zum Château, das unglaublich schön anzuschauen ist. Es ist sehr verspielt und lädt tatsächlich durch sein Äußeres ein, einzutreten und sich in die Vergangenheit zurückversetzen zu lassen. Das Äußere täuschte nicht und wir kamen noch einmal auf unsere Kosten. Zu unserem Bedauern merkten wir allerdings, dass unsere Aufmerksamkeit nachließ und wir nahmen uns vor, in Zukunft nicht zu viel „Kultur“ in einen Tag zu packen. Trotzdem war es ein weiteres schönes Erlebnis.
Weniger schön war allerdings das Wetter. Als wir das Schloss verließen, hätten wir auch zu unserem WOMO zurückschwimmen können, so sehr schüttete es. Wir kamen schließlich völlig durchnässt am WOMO an und freuten uns über die bald einsetzende Wärme.
Wir fuhren noch aus Blois heraus zu einem kleinen Ort namens Beaugency und fanden auf einem großen Parkplatz einen gemütlichen und ruhigen Abstellplatz für unser WOMO.
 

14. Tag

Wir entschlossen uns spontan, ein Stück zurückzufahren, um das Château Chesonceaux zu besichtigen, dessen Besichtigung nach Meinung der Franzosen Pflicht sei und man erst über die Schönheit der Loire-Schlösser mitreden könne, wenn man dieses Schloss besichtigt habe.
Nun, die Franzosen haben keinesfalls übertrieben. Dieses Schloss liegt in einem wunderbaren Wald, linksseits liegt ein Garten, angelegt von Diana de Poitiers, und rechts liegt ein Garten, den Catharina von Medici angelegt hat. Das Innere des Schlosses und dessen Einrichtung sprechen eine beredte Sprache über die Vergangenheit, man fühlt sich diesen Menschen sehr nahe und kann das Lachen und Weinen von einst noch heute spüren.
Wir hatten keinerlei Probleme, uns stundenlang umzusehen und zu staunen, gingen zum Schluss noch in das Wachsfigurenkabinett, um mehr über die Menschen zu erfahren und fuhren schließlich zufrieden weg. Wir haben wunderschöne Stunden erlebt und wissen, hier werden wir wieder herkommen und auch dann sicherlich wieder gefangen genommen werden, zumal man auf dem extra für WOMOs eingerichteten Parkplatz sicher übernachten kann.
Wir entschlossen uns, jetzt keine Loire-Schlösser mehr zu besichtigen, da wohl keines den Eindruck dieses Schlösschens toppen wird.
Wir sind Richtung Salpris weitergefahren und haben einen netten Abstellplatz in einem kleinen Dörfchen namens La Ferte Imbault hinter der Kirche gefunden und freuen uns auf den morgigen Tag.

15. Tag

Morgens sind wir im Nebel Richtung Sancerre losgefahren. Gegen 10.30 Uhr lichtete sich der Nebel und es versprach ein sonniger Tag zu werden. Wir beschlossen, einen ruhigen Tag auf dem Campingplatz in St. Satur, etwa 3,5 km von Sancerre entfernt, einzulegen. Dieser Campingplatz liegt direkt an der Loire; daneben befinden sich Tennisplätze, ein Minigolfplatz und ein Golfplatz. Man kann außerdem einen langen Spaziergang an der Loire entlang machen. Nachdem es wirklich sommerlich warm wurde, nutzten wir einige der Gelegenheiten und machten uns tatsächlich einen faulen Tag.

16. Tag

An diesem Tag wachten wir bei strahlendem Sonnenschein auf und beschlossen – angesichts dieses Wetters – noch einmal einen gemütlichen Tag einzulegen. Wir besichtigten einige kleine Dorfkirchen und fuhren zu einem Weingut in Crezancy, an dem man übernachten kann, kauften einen Weißwein von dem Weinbauer, bei dem wir übernachteten und machten es uns – praktisch im Weinberg – gemütlich.
 

17. Tag

Wir machten uns auf den Weg und beschlossen, an diesem Tag Beaune zu erreichen. Wir fuhren über die Rue Nationale und genossen die Weite der Landschaft; kilometerweit keine Ansiedlungen zu sehen und Felder und Wiesen in Hülle und Fülle. In Vècelay sahen wir eine Basilika und beschlossen, diese zu besichtigen. Es war ein Erlebnis, obwohl wir wegen des Gottesdienstes nicht in die eigentliche Kirche durften, aber allein der Vorraum der Basilika, der Park und die Außenansicht waren so faszinierend, dass wir unserer Fantasie freien Lauf ließen und wissen, hier werden wir wieder herkommen, um die Basilika zu besichtigen.
Wir fuhren weiter über die Rue Nationale und das letzte Stück bis Beaune auf der Autobahn. In Beaune fuhren wir auf den Campingplatz, der auch um diese Jahreszeit sehr belebt war. Wir machten uns gleich auf den Weg in die Stadt, bestaunten das Rathaus und erreichten schließlich das Hospices de Beaune Hôtel-Dieu. Nach der Besichtigung waren wir in unsere Gedanken vertieft, denn außer der bildschönen Außenansicht hatten das Hospiz, dessen Erbauer und die gesamte Geschichte einen sichtlichen Eindruck bei uns hinterlassen. Wir beschlossen, zum Campingplatz zurückzugehen, denn für weitere Besichtigungen hatten wir innerlich keine Bereitschaft mehr.

18. Tag

Wir machten eine schöne Rundfahrt, besichtigten die wirklich sehr schöne Landschaft, fuhren an Kirchen und kleinen Châteaus vorbei, machten eine Cave-Besichtigung und kauften noch einige Flaschen von dem herrlichen Rotwein und gingen schließlich zu unserem Campingplatz, um noch etwas auszuruhen.

19. Tag

Wir fuhren Richtung Mâcon, machten in Taizè Halt, von dem wir schon viel gehört hatten, besichtigten die Kirche und waren so fasziniert, dass uns die Besichtigung von Cluny nicht einmal so viel Spaß machte wie sonst. Dazu muss man wissen, dass Taizè ein kirchlicher Treffpunkt für junge Menschen aus aller Welt ist, die Jugendlichen finden sich hier in einer großen Gemeinschaft zusammen und leben für einige Tage eine Art klösterliches Leben, um dann gestärkt in die Welt zurückzukehren. Wenn wir sagen, wir waren fasziniert, kann man auch dazu sagen, wir hatten für den Rest des Tages ein ausgiebiges Diskussionsthema.

Wir hatten dann das Bedürfnis nach Natur und fuhren zu einem kleinen Weindörfchen „Fleurie“. Wir fanden den Namen sehr passend, war dieses Dörfchen doch tatsächlich ein „Blümchen“ in dieser Gegend. Der Campingplatz ist sauber und nett und die Menschen dort besonders reizend. Abends gingen wir in dem ersten Lokal am Ort „Le Cep“ essen und waren schließlich mit uns und der Welt zufrieden.

20. Tag

Ein herrlicher Sonnentag erwartete uns und wir machten uns auf zum Aussichtspunkt Mont Brully (Achtung, wirklich eine sehr enge und steile Strasse) und waren begeistert von der Weite, die wir überblicken konnten. Wir genossen die Aussicht und konnten uns nicht sattsehen an dem Panorama, das sich uns bot.
Mittags haben wir noch eine kleine „Sight-seeing-Tour“ gemacht und immer wieder die Weite der Landschaft bewundert.

21. Tag

Nun neigte sich unser Urlaub seinem Ende und wir entschlossen uns, auch dieses Mal wieder über das Elsass heimzufahren. Wir fuhren ganz gemütlich über die Rue Nationale, machten mal hier, mal dort Halt und besichtigten einige kleine Kirchen und Kapellchen. Beeindruckt waren wir von der in romanischem Stil gehaltenen Kirche in Coligny, die tatsächlich ein Kleinod ist. Nachmittags erreichten wir Equisheim, wo wir schon im Frühjahr Halt gemacht hatten. Wir besuchten wieder das Papst Leo IX gewidmete Kirchlein und stellten fest, dass es tatsächlich einmalig ist. Verwundert mussten wir feststellen, dass wir im Frühjahr – wohl wegen unserer Begeisterung – viele Einzelheiten nicht wahrgenommen hatten.
Übernachtet haben wir wieder auf dem Busparkplatz am Ortseingang.

22. Tag

Dies war also endgültig unser Heimreisetag. Wir rechneten uns aus, dass es langen würde, am Nachmittag zurückzufahren. So fuhren wir über kleine Dörfchen, die alle sehr hübsch sind. Hervorheben möchten wir aber die Grotte in Wintzenheim und Turckheim, das besonders attraktiv ist. Als Abschluss unseres Urlaubs hielten wir den Besuch der Haut Koenigsbourg für angemessen. Wir verbrachten dort eine lehrreiche Zeit in der Vergangenheit und mussten feststellen, dass dieser Abschluss tatsächlich angemessen war.
Nun hieß es endgültig nach Hause zu fahren. Wir fuhren nun direkt auf kürzestem Wege nach Deutschland und über die Autobahn nach Hause.

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