E-Mail an uns
E-Mail an uns

 

Ich  wünsche
 k e i n e Werbung !!!!!!!

2002

Zurück zu Womoreisen

Verlängertes Wochenende in Südtirol

14.03.2002

Wir fuhren um 15.30 Uhr in Ulm Richtung Süden los. Es ging über die A 7 nach Nesselwang, weiter Richtung Reutte / Tirol, über den Brenner bis zu einer Autobahnraststätte. Dort suchten wir uns einen schönen Übernachtungsplatz zwischen zwei großen LKW’s auf dem Autoporto bei Brixen. Wir aßen noch eine Kleinigkeit und gingen früh schlafen, weil es am nächsten Morgen rechtzeitig weitergehen sollte.

15.03.2002

Heute sind wir schon früh aufgestanden. Unser Ziel war die Seiseralm. Wir fuhren noch ein kurzes Stück Autostrada bis zur Ausfahrt Bozen-Nord. Dann ging es steil und immer steiler den Berg hinauf. Wir konnten mal rechts, mal links in tiefe Schluchten sehen, die Straße war nicht immer vertrauenerweckend, aber schließlich hatten wir es geschafft. Das Panorma, das sich uns bot, entschädigte uns für die Anfahrt. Es war einfach atemberaubend. Wir zogen uns warm an und begannen den Aufstieg zur 2011 Meter hoch gelegenen Berghütte. Dort saßen wir in der warmen Märzsonne und genossen die Aussicht. Danach begannen wir wieder den Abstieg und kamen hungrig und müde bei unserem WOMO an. Wir aßen eine Kleinigkeit und machten einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Später machten wir – als anständige Touris – ein bisschen sightseeing, genossen die Landschaft und machten uns einen schönen Tag. Abends gingen wir früh schlafen, denn am nächsten Tag sollte die Abfahrt auf uns zukommen und noch viele schöne Erlebnisse.

16.03.2002

Die Abfahrt war ein Erlebnis besonderer Art, vor allem wenn Milchwagen und Busse entgegenkamen und auf der anderen Seite die Schlucht gähnte. Aber schließlich war auch das geschafft. Wir überlegten uns, dass zu einer Fahrt nach Südtirol ein Abstecher nach Kalterer dazu gehöre und kauften doch erst einmal eine Kiste guten Chardonnay, besichtigten das wirklich reizvolle Städtchen und labten in einem kleinen Lokal richtig zünftig. Nun ging es weiter Richtung Meran. Dort fanden wir ein Geschäftslokal, das Gartenbüsten, Brunnen und sonstige Freizeitartikel verkaufte. Wir erstanden ein kleines „Blumenfahrrad“ und machten uns mit unserem Erwerb weiter auf den Weg. In Laatsch fanden wir einen idyllisch gelegenen Campingplatz und entschlossen uns, hier die letzte Nacht zu verbringen. Wir machten uns einen gemütlichen Spätnachmittag, der es uns sogar erlaubte, vor dem WOMO in der Sonne zu sitzen. Nachdem das Restaurant noch geschlossen hatte, suchten und fanden wir in unserem Vorratskeller noch etwas zu Essen und machten es uns gemütlich.

17.03.2002

Nun stand die Heimfahrt auf dem Programm. Wir fuhren Richtung Reschenpass, bewunderten den Kirchturm des alten Ortes Reschen, der aus dem See, der noch immer zugefroren war, noch immer hervorragt, fuhren über den Reschenpass Richtung Deutschland und kamen ohne größere Zwischenfälle am Nachmittag in Heidenheim an.

 

Zurück zu Womoreisen

Venedig ein verlängertes Wochenende

Fotos

1.Tag

Endlich um 17.00 Uhr ist es soweit und wir können starten. Heute ist unser Ziel, so weit wie möglich Richtung Venedig zu kommen. Die Fahrt verläuft ziemlich turbulent, ein Stau löst den anderen ab und wir brauchen viel länger als geplant für unsere Fahrt nach Salzburg und weiter Richtung Süden. Schließlich sind wir sehr müde und machen bereits kurze Zeit nach Salzburg Halt, um unser „Nachtlager“ aufzuschlagen. Wir verbringen die Nacht auf einem Rastplatz, an Schlaf ist allerdings nicht zu denken, denn am Wörthersee findet am nächsten Tag ein Rappertreffen statt und wahrscheinlich alle Jugendlichen aus Deutschland haben sich gerade auf diesem Parkplatz eingefunden, um schon einmal zu üben, wie man mit überdimensional lauter Musik fertig wird. Sie werden damit fertig, wir weniger. Also brechen wir morgens hundemüde und nicht gerade guter Laune auf, um unseren Zielort Venedig zu erreichen.

2. Tag

Wir fahren nun doch guter Dinge in den Tag hinein. Das Wetter spielte Kapriolen, es gießt in Strömen und die Straße fühlte sich an wie eine Badewanne. Endlich kamen wir auf dem Campingplatz Marina di Venecia in Punta Sabbioni an und wollten eigentlich nur noch ausruhen und die Fenster wegen des ekelhaften Wetters verschließen. Nachdem wir zu der harten Spezies Mensch gehören, bummelten wir noch über den wirklich komfortablen Campingplatz, aßen eine Pizza und machten einen ausgedehnten Strandspaziergang. Es versteht sich, alles im Regen. Abends gingen wir früh schlafen, in der Hoffnung auf etwas besseres Wetter.

3. Tag

Morgens galt der erste Blick aus dem Fenster. Wir sahen einen recht hellen Himmel: Wunschdenken oder Wirklichkeit? Egal, wir machten uns früh auf den Weg und fuhren mit der Fähre nach Venedig. In 40 Minuten hatten wir unser Ziel erreicht und kamen auf unsere Kosten: Dogenpalast, Markusplatz, enorm, unglaublich!! Die Fernsehbilder wurden bei Weitem übertroffen, unsere Vorstellungskraft war klein gegen dieses gigantische Szenario. Wir beschlossen, ein Gläschen Prosecco zu trinken, um all dem, was wir sahen, den richtigen Rahmen zu verleihen. Also setzten wir uns auf dem Markusplatz in eines der Straßencafès, bestellten einen Prosecco und genossen die Atmosphäre. Der Kellner bediente uns zuvorkommend und schnell und legte eine Rechnung von € 22,60 vor uns hin. Wir starrten verblüfft auf das, was dort stand:

 2 Prosecco     14,40

 2 Musica     8,20

         22,60

Zur Erläuterung: Es spielte eine Dreimannkapelle im Eingang des Lokals.

Wir zahlten also zähneknirschend, zähneknirschend auch deshalb, weil die ersten Regentropfen fielen.

Unser weiterer Weg führte uns zu den Gondeln und wie ein Wunder lichtete sich der Himmel, die Sonne schaute vorsichtig hinter dicken Wolken hervor und machte sich bemerkbar. Wir fuhren mit der Gondel, die mit roten Rosen geschmückt war – völlig angemessen natürlich an unserem ersten Hochzeitstag – in kleine Kanäle und waren einfach nur zufrieden. Als wir zurück waren auf dem Canale Grande lachte die Sonne mit uns um die Wette. Dass wir noch zur Rialtobrücke gingen, muss nicht weiter erwähnt werden, ebenso wenig wie die vielen beeindruckenden Kirchen und Häuser, die wir auf unserem Weg sahen und teilweise besichtigten.

Abends fuhren wir müde – aber mehr als zufrieden – mit der Fähre zurück und sind sicher, dass wir wiederkommen, um Venedig, seine Vergangenheit, seine Reize und vieles mehr noch besser verstehen und kennen zu lernen.

4. Tag.

Wir wachen auf und hören über und um uns herum ein gleichmäßiges Rauschen. Ja, es regnete wieder, und zwar dieses Mal in Strömen. Nach dem Frühstück entschlossen wir uns, Richtung Gardasee zu fahren, da wir hofften, das Wetter zurücklassen zu können. Falsch gedacht, es fielen solche Regenmassen vom Himmel, die einen weiteren Gardasee hätten füllen können. Was soll ich weiter erzählen, am Gardasee das gleiche Bild. Wir wollten mutig sein und fuhren nach Lazise auf einen Campingplatz, um dort die Nacht zu verbringen. Die Stellplätze waren allerdings so schlammig und nass, dass wir nicht einmal den Hauch einer Chance hatten, auf einen Platz zu fahren, also entschlossen wir uns zu einem kleinen Bummel und zur späteren Fahrt Richtung Deutschland. Lazise ist ein wunderschönes kleines Dörfchen, Städtchen (?!). Wir haben eine Ahnung der Schönheit bekommen, denn kurzfristig hörte es sogar auf zu regnen und wir konnten einen Blick auf den See werfen, der allerdings schon bald wieder im Dunst verschwand. Also setzten wir unsere Fahrt – natürlich im strömenden Regen – fort, fuhren bei nahezu keiner Sicht den Fernpass hinunter und waren schließlich froh, den Stellplatz in Füssen zu erreichen. Auch hier – wie hätte es anders sein können – regnete es in Strömen.

5. Tag

Heute stand die Heimfahrt – natürlich im Regen – an. Es gab keine besonderen Vorkommnisse und wir erreichten unser Zuhause glücklich und zufrieden.

Nachsatz: Unser Garten hat in den wenigen Tagen unserer Abwesenheit ein anderes Bild           angenommen. Die Blumen und Pflanzen waren durch Stürme sehr gebeutelt und  brauchen jetzt viel Aufmerksamkeit und Liebe.

 

Fazit:     Wir hatten letztlich doch riesengroßes Glück, denn es hätte wettermäßig doch noch viel
               schlimmer kommen können. Habe ich nicht recht?

 

Zurück zu Womoreisen

Urlaub in Canada

17.Mai 2002

Es versprach ein anstrengender Tag zu werden. Morgens um 5.33 Uhr fuhren wir bereits mit dem Zug Richtung Stuttgarter Flughafen, den wir schließlich um 7.45 Uhr erreichten. Wir gaben natürlich als Erstes die Koffer auf, nachdem unsere Arme aussahen wie solche von Schimpansen, sie baumelten durch das Gewicht nur noch so runter. Endlich konnten wir frühstücken, ein bisschen bummeln, einchecken, nochmals ein bisschen bummeln und endlich um 10.25 Uhr war es soweit, unser Flug wurde aufgerufen und es ging auf großen Flug. Die Strecke nach Frankfurt war kurz und nur zum Eingewöhnen. In Frankfurt hatten wir wenig Zeit, denn wir wurden sehr früh aufgerufen, obwohl der Flug erst um 13.10 Uhr losging. Es war ein sehr angenehmer Flug, wir hatten nur ein Luftloch und ansonsten keine Wetter-Widrigkeiten zu überstehen. In Toronto wurde unser Flugzeug bevorzugt behandelt, nachdem wir einen Kranken an Bord hatten. Wir erreichten unser Ziel also 10 Minuten vor der vorgegebenen Ankunftszeit. Als wir den Zoll hinter uns hatten, wurden wir mit dem Shuttle-Bus zum Delta-Airport-Hotel, das bereits vorgebucht war, gebracht. Wir fanden ein sehr gemütliches Zimmer mit einigem Komfort vor, aßen noch eine Kleinigkeit und gingen zufrieden – allerdings hundemüde – früh (Ortszeit 20.00 Uhr, in Deutschland natürlich 2.00 Uhr nachts) ins Bett.

18. Mai 2002

Nach einer traumlosen und ruhigen Nacht erwachten wir morgens und waren zu neuen Taten bereit. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden wir vom Uni Globe Limousine Service – den wir am Vortag noch gebeten hatten, uns abzuholen – pünktlich abgeholt und zu unserem „Motorhome-Vermieter“ gebracht. Die Fahrt dauerte ca. 40 Minuten bis Hamilton und war recht kurzweilig, da unser Fahrer uns einiges über die Gegend erzählte. Die Formalitäten waren schnell erledigt, denn wir hatten alles über CANUSA in Stuttgart gebucht. An dieser Stelle möchten wir uns bei CANUSA bedanken, denn es klappte alles reibungslos und wir hatten keinerlei Schwierigkeiten, was man so oft aus Urlaubsberichten hört. Wenn wir schon beim Bedanken sind, wollen wir auch den Canadiern für ihre Hilfsbereitschaft, die beispielhaft ist, danken. Nie sind unsere Bitten auf taube Ohren gestoßen, das war eine schöne Erfahrung. Nun aber zurück zu unserem Bericht. Die Outdoor-Travel nahm ihre Aufgabe, uns mit dem WOMO vertraut zu machen, sehr ernst und gab uns eine vierstündige Lehrstunde über WOMOs, ihre Besonderheiten, ihre Technik und vieles mehr. Schließlich konnten wir uns auf den Weg machen. Nachdem das WOMO mehr als einen Meter länger als unseres und dazu noch Automatik ist, dauerte es natürlich einige Zeit, bis wir uns mit dem Bedienen vertraut gemacht haben. Aber auch das klappte. Zuerst fuhren wir zu einem Campingplatz, richteten uns ein, verstauten unser Gepäck, aßen etwas und wurden langsam heimisch in unserem dreiwöchigen Feriendomizil. Nachdem es ziemlich kalt wurde, entschlossen wir uns, unsere Pläne kurzfristig zu ändern und zunächst die Familie, auf die wir uns natürlich sehr freuten, am nächsten Tag bereits zu besuchen. Es ist natürlich immer etwas Besonderes, wenn die Familie sich trifft, aber wie besonders es ist, wenn man sich nach mehr als sieben Jahren wieder trifft, wird wohl jeder verstehen. Auch heute ging es früh ins Bett, denn die Zeitverschiebung hatten wir noch nicht ganz verkraftet.

19. Mai 2002

Das Wetter war nach wie vor sehr bescheiden und wir machten uns gleich nach dem Frühstück auf den Weg nach Sarnia am Lake Huron zu Violettas Bruder und Schwägerin. Es war eine ruhige Fahrt über den Highway, das einzige Handicap, das wir hatten, war ein sehr starker Wind. Mittags kamen wir an, wurden herzlich aufgenommen und verbrachten einen wirklich schönen Tag im Kreise der Familie.

20. Mai 2002

Dies war ein weiterer schöner Familientag mit Einkaufen, Golfspiel und viel Unterhaltung. Auch dieser Tag verlief sehr schön und wir werden noch lange, wenn wir wieder in Deutschland sind, gerne daran zurückdenken.

21. Mai 2002

Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Okomos bei Lansing in Michigan. Dort wohnt Violettas Neffe mit seiner Familie. Auch hier wurden wir herzlich aufgenommen, verbrachten dort schöne Stunden, gingen abends alle zusammen zum Essen, anschließend hatten wir unser eigenes kleines Klarinette-Konzert und gingen mit uns und der Welt zufrieden ins Bett. Ach ja, das WOMO fand jeweils vor dem Haus einen schönen Platz, wir mussten uns also keine Gedanken wegen des Parkens machen.

22. Mai 2002

Heute starteten wir zu unserem Abenteuerurlaub zum Lake Superior. Zuerst wollten wir aber zu der Mackinack Insel in Michigan. Nach einem Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge machten wir uns auf den Weg. Wir hatten keine Probleme, die richtige Strecke zu finden und fuhren Richtung Norden. Die Mackinack Bridge über dem Lake Huron sah atemberaubend aus, darüber zu fahren, war fast noch atemberaubender. Es ist sehr schwierig, die Fahrt über die Brücke zu beschreiben. Der Lake Huron ist für unsere Begriffe ein Meer, wir fuhren also auf einer Brücke über ein Meer, der Ausblick ist gigantisch, man sieht rechts und links, hinten und vorne nur Wasser, auf dem große Dampfer kreuzen. Endlich erreichten wir das andere Ufer, teilweise sicherlich erleichtert, teilweise allerdings stellten wir fest, dass wir uns auf die Rückfahrt freuen. Nach einigen Minuten erreichen wir den KOA-Campground, mieteten für zwei Nächte einen Platz und waren rundum zufrieden. Wir gingen früh schlafen, denn wir hatten eine Ahnung, dass der nächste Tag recht anstrengend werden könnte.

23. Mai 2002

In aller Frühe wurden wir von dem Shuttle-Taxi, das wir bestellt hatten, abgeholt und zum Hafen in St. Ignace gebracht. Wir fuhren auf der Fähre nach Mackinack Island. Die Fahrt dauert eine Viertelstunde und wir konnten diesmal den Blick auf die Brücke aus einer anderen Perspektive werfen. Schließlich sahen wir die Insel, ein wunderschönes Hotel ist der erste Blickfang, dann sieht man niedliche Häuser, die sich an den Berg kuscheln. Nach der Ankunft bummelten wir zuerst über die Hauptstraße, wo ein Souvenierlädchen neben dem anderen ist, schauten uns Ford Mackinack an und besichtigten eine anglikanische Kirche. Wir aßen eine Kleinigkeit und entschlossen uns, uns nun auf den Weg ins Innere der Insel zu machen. Wir ließen die Wildnis auf uns wirken. Wir fanden viele Schilder, die uns ein bisschen über die Geschichte der Insel erzählten, kamen an historischen Friedhöfen vorbei und gelangten schließlich zu Arch Rock, einem Felsen, der den Blick über eine Bucht freigibt. Selten haben wir so eine schöne Aussicht gehabt. Wir genossen das Bild, das sich uns bot und sind sicher, an diesen Ort wieder zurückzukehren. Nach unserer Rückkehr auf die Hauptstraße bummelten wir noch ein wenig und fuhren schließlich müde nach St. Ignace zurück, wurden von dem Shuttle Taxi wieder zum Campground gebracht und fielen wenig später völlig erschöpft, aber glücklich ins Bett. Obwohl wir eigentlich Mackinack Island nicht in unserer Urlaubsplanung hatten, wird uns dieser Tag und das Gesehene immer im Gedächtnis bleiben und wir kommen sicherlich wieder hierher. Das Interessanteste habe ich vergessen, zu erzählen: Auf Mackinack Island fahren keine Autos, man kann Fahrräder mieten oder eine Kutschfahrt rund um die Insel machen. Auch die Transporte sämtlicher Waren erfolgt – wie vor 200 Jahren – mit Kutschen; so dass man sich in eine andere Zeit hineinversetzt fühlt.

24. Mai. 2002

Im Gegensatz zu gestern war heute Natur angesagt. Wir fuhren zu den Tahquamenon Falls in Michigan. Zuerst fuhren wir zu den Upper Falls. Es bot sich uns ein wunderbares Schauspiel, wobei die Farbe des Wasserfalls hervorzuheben ist, sie war nämlich braun. Wir konnten lesen, dass sich in dem Wasser Mineralien befinden, die durch die unglaubliche Wucht des Wasserfalls sich braun färbten und anschließend im ruhigen Verlauf des Tahquamenon Flusses eine wunderschöne dunkelblaue Farbe annahmen. Wir waren nun neugierig auf die Lower Falls und machten uns dort hin auf den Weg. Waren die Upper Falls beeindruckend, so waren die Lower Falls ein so unglaubliches Naturschauspiel, das man eigentlich kaum erklären kann. Wir erinnerten uns an alte Western, in denen man Wasserfälle sieht und sich immer fragt, ob es solche Naturgewalten auch wirklich gibt. Es gibt sie wirklich, wir haben sie gesehen und waren tief beeindruckt. Wir standen und staunten und vergaßen die Zeit. Schließlich machten wir uns auf den Weg nach Canada. Wir fuhren über Sault Ste. Marie, Michigan, über die Brücke über den Lake Superior von den Staaten nach Sault Ste. Marie, Canada. Dort fanden wir schnell etwas außerhalb der Stadt einen KOA-Campground, wo wir noch einmal unseren Videofilm über die Tahquamenon Falls anschauten und uns auf den nächsten Tag freuten, der weitere schöne Erlebnisse bereit halten sollte.

25. Mai 2002

Als wir erwachten, machte das Wetter keinen vertrauenerweckenden Eindruck, so dass wir uns entschlossen, einen ausgiebigen Einkaufsbummel zu machen und uns für einige Tage am Lake Superior mit Verpflegung auszustatten. Wir kauften also ausgiebig ein und machten uns schließlich zur Batchawana Bay auf. Es fing an zu nieseln, zu regnen und zu schütten und wir sahen kaum noch einige Meter weit. Wir fanden einen Campground, der allerdings nicht sehr vertrauenserweckend aussah, allerdings direkt am Lake Superior lag. Die Sanitäranlagen waren bescheiden, es regnete nach wie vor, aber der Blick auf den See ließ uns erahnen, dass wir wirklich in einer Bay nächtigten, also hatten wir trotz allem gute Laune und freuten uns auf den nächsten Tag.

26. Mai 2002

Das Erwachen war ernüchternd, es regnete nach wie vor in Strömen und war bitterkalt. Also machten wir uns auf den Weg zum Lake Superior Pronvincial Park. Auch hier kein anderes Bild, die Landschaft konnten wir nur erahnen, außerdem war es nach wie vor winterlich kalt. Wir fuhren also weiter, erreichten Wawa und entschlossen uns, landeinwärts zu fahren, in der Hoffnung, dass es dort ein bisschen wärmer sein könnte. Wir fuhren bis Chapleau und erkundigten uns dort nach einem Campground, nachdem das Wetter sich inzwischen beruhigt hatte und wir keine Lust mehr hatten, weiter zu fahren. Wakami Lake hörte sich vielversprechend an und wir fuhren los, wir fuhren und fuhren und fuhren, es sollten 10 Meilen sein, inzwischen waren es 20, als wir die Abfahrt fanden. Wir fuhren und fuhren und fuhren meilenweit über eine geschotterte Chaussee, kein Mensch weit und breit, als sich endlich der Weg lichtete und wir den See erblickten. Er lag so idyllisch und wunderschön, wie wohl nur ein See in Canada liegen kann. Doch – so fragten wir uns – wo war der Campground. Wir fuhren und fuhren und fuhren, wir sahen hier ein Campingfahrzeug, dort auch eines, doch immer wenn wir hinkamen, stellten wir fest, dass weder ein Elektro- noch ein Wasseranschluss vorhanden war. Schließlich fragten wir und erhielten die Antwort, wir sollten uns einfach hinstellen, es käme schon jemand, um zu kassieren. Wir überlegten lange und ausgiebig, ob wir es wagen konnten, bei dieser Kälte frei zu stehen. Die Schönheit des Sees gab schließlich den Ausschlag und wir blieben. Es besuchten uns Streifenhörnchen, Hasen, Waschbären und Biber. Wir waren also vollauf mit unseren Gästen beschäftigt, die allesamt fotografiert werden wollten. Nach einem erholsamen Schlaf entschlossen wir uns zur Weiterfahrt. Ach ja, erstens hat niemand kassiert und zweitens die Nacht war nicht so kalt, alles in allem war es ein schönes Erlebnis.

27. Mai 2002

Wir fuhren los und Violetta wünschte sich sehr, einen Bären zu sehen, aber ein solcher hatte zu unseren Besuchern nicht gehört. Wir fuhren Richtung Spagge im Süden von Ontario. Endlich sahen wir ihn, einen Bären, er stand nahe der Straße und schaute interessiert zu uns herüber. Wir wendeten und wollten ein Bild von ihm machen, dagegen hatte unser Bär etwas und rannte in den Busch. Der zweite Bär, den wir sahen, versteckte sich hinter einem Strauch, wir konnten ihn zwar sehen, aber er war wohl nicht fotogen genug, denn er kam nicht hinter seinem Versteck hervor, der dritte war ein junger und rannte, als wollten wir ihm etwas tun. Wir hatten schon die Hoffnung aufgegeben, einen Bären vor die Linse zu bekommen, als wir einen am Straßenrand sahen. Wir hielten an, zückten unseren Fotoapparat und warteten. Ich erzähle hier keine Märchen, der als so scheu bekannte Schwarzbär, lief zu unserem WOMO, ließ sich fotografieren, lief mal rechts, mal links hinter die Stoßstange, schaute uns an und machte sich erst aus dem Staub, als ein anderer Autofahrer hupte. Nun hatten wir unseren Bären, mehr als wir für möglich gehalten haben. Bei uns stellte sich allerdings die Frage, was mit diesem Bär los war, denn wir hatten gelesen, nur Bären, die gefüttert werden, seien nicht scheu; weiter hieß es: Gefütterte Bären seien tote Bären. Wir hoffen für unseren Bären, dass er nur neugierig und kein gefütterter Bär war. Weiter ging dann unsere Fahrt, wir spielten eine Runde Golf (wurden von den Moskitos beinahe aufgefressen) und machten schließlich Halt auf dem KOA-Campground in Spagge.

28. Mai 2002

Am diesem Morgen waren unsere Arme und Beine, Köpfe und Nacken völlig dick verschwollen und wir konnten unsere Stiche kaum zählen. Mit anderen Worten, es war nicht lustig, nur noch schmerzhaft und unangenehm. Trotzdem fuhren wir weiter zum Elliot Lake. Wir besuchten das Bergbaumuseum, das einiges über Tradition, Vergangenheit und Tierwelt zeigte. Es war sehr informativ und wir bekamen einen weiteren Einblick in Canadas Vergangenheit. Uns wurde empfohlen, zum „Firetower“ zu fahren, der uns einen Blick in die nächste Umgebung bescheren würde. Wir machten uns auf den Weg und fuhren schließlich durch reines Naturgebiet auf einen Berg hinauf. Die Sicht vom Firetower ist kaum zu beschreiben, ich versuche es auch gar nicht (vgl. Bilder), sie ist wohl das Gigantischste, was ich jemals an Landschaft gesehen habe. In den Momenten auf dem Firetower wurde uns in besonderem Maße klar, wie klein wir Menschen doch sind gegenüber solch’ einer Schöpfung, kein Mensch wäre jemals in der Lage, ein solches Bild zu malen. Tief beeindruckt fuhren wir zurück Richtung Spagge und entschlossen uns, Richards Landing und St. Joseph Island zu besichtigen. Wir fuhren über die Brücke nach St. Joseph Island, fuhren Richards Landing, fanden einen netten Campground und machten uns zu einem Bummel auf. Ich vergaß zu erwähnen, dass die Brücke nach St. Joseph Island ein weiteres Naturschauspiel ist und es allein deswegen ein Erlebnis ist, hierher gekommen zu sein. Wir waren ein weiteres Mal beeindruckt von der Weite des Lake Huron und der Schönheit der Landschaft. Wir gingen relativ früh schlafen, denn am nächsten Tag wollten wir schließlich St. Joseph Island erkunden.

29. Mai 2002

Wir machten uns froher Dinge auf den Weg, fanden auch schnell den richtigen Highway und fuhren, fuhren, fuhren und fuhren. Als wir fast eine Stunde unterwegs waren und nur einige Stores und kleine Restaurants gesehen hatten, entschlossen wir uns, ins Innere der Insel zu fahren, denn schließlich waren viele Sehenswürdigkeiten, ein Ford, ein Museum und vieles mehr angekündigt. Wir fuhren und fuhren und fuhren und fanden schließlich den Weg zum Museum. Dort angekommen, fanden wir ein Schild vor, dass geschlossen sei; wir dachten, Pech gehabt, also fuhren wir weiter und fuhren und fuhren, der Golfplatz machte einen schlafenden Eindruck und wir kamen uns langsam auf den Arm genommen vor, entschlossen uns, nicht weiter nach Sehenswürdigkeiten zu suchen, fanden die Brücke und fuhren nach Sault Ste. Marie. Dort machten wir wieder auf dem KOA-Campground Halt und machten uns einen gemütlichen Nachmittag und Abend.

30. Mai 2002

Ich weiß nicht viel zu berichten, wir kauften Souveniers, versorgten uns mit Lebensmitteln und hatten einen kleinen Auffahrunfall (wir wurden von einem PKW gerammt), der weiter nicht tragisch war, aber natürlich ärgerlich ist. Eigentlich wollten wir eine Runde Golf spielen, aber wir hatten dann keine Lust mehr und ließen den Tag einfach ausklingen.

31. Mai 2002

Nachdem das Wetter uns einfach mal wieder im Stich ließ, entschlossen wir uns, wieder Richtung Süden zu fahren. Es gab keine besonderen Vorkommnisse, wir fuhren von Sault Ste. Marie über die Staaten zurück nach Canada auf einen wunderschönen Campground in Ipperwash Beach. Der Name erinnerte uns an unsere Kindheit, denn wer kennt nicht Little Joe, Hoss, Adam und Ben, natürlich die Ponderosa. Wir kamen hier völlig ausgepowert an und wussten noch nicht, wie wir den nächsten Tag erholsam gestalten könnten.

1.Juni 2002

Die Ponderosa hat wenig Ähnlichkeit mit derjenigen aus unserer Kindheit. Hier gibt es einen 9-Lochgolfplatz. Wir verbrachten den Tag auf diesem Golfplatz, spielten 36 Loch (ca. acht Stunden) , waren rundum zufrieden und hundemüde. Gute Nacht.

2. und 3. Juni 2002

Wir verbrachten noch einmal zwei schöne Tage mit der Familie, machten es uns gemütlich, erzählten viel, kurz gesagt, es waren harmonische, unvergessliche Tage.

4. Juni 2002

Nun kam der Abschied, denn wir wussten, wir sehen uns wieder eine lange Zeit nicht und müssen von dem Erlebten zehren, aber wir wissen auch, dass es ein Wiedersehen gibt und darauf freuen wir uns schon jetzt. Wir setzten unsere Fahrt Richtung Niagara falls, dem Endziel unserer Reise fort. Am späten Nachmittag kamen wir auf dem Campground an, richteten uns ein und machten noch einen ausgiebigen Bummel, kamen schließlich müde zu unserem WOMO zurück und gingen früh schlafen, um fitt für den nächsten Tag zu sein.

5. Juni 2002

Gleich nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Shuttle-Bus zu den Fällen. Für den Anblick, der sich uns bot, fehlen uns die Superlative. Wir fuhren mit dem Boot durch die Fälle, wurden von der Gischt trotz Regenumhang fast völlig durchnässt, und konnten keinen Blick von den Fällen wenden. Auch hinter die Fälle gingen wir, von hier bot sich uns ein weiteres spektakuläres Schauspiel, das nur sehr schwierig zu beschreiben ist. Wir machten uns schließlich auf den Weg, um die Fälle aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, mal von vorne, mal von der Seite, mal von hinten, jedes Mal bot sich uns ein anderer Anblick und wir konnten kaum glauben, was wir sahen. Am späten Nachmittag machten wir mit dem Shuttle-Bus noch eine Rundtour, sahen eine teils zerklüftete, teils in sich ruhende Landschaft und fuhren schließlich mehr als zufrieden zurück zum WOMO.

6. Juni 2002

Dies war unser letzter Urlaubstag, an dem wir noch einmal Golf spielten. Nachmittags mussten wir schweren Herzens das WOMO reinigen und die Koffer packen. Abends saßen wir noch lange zusammen, ließen den Urlaub vor unserem geistigen Auge Revue passieren und waren uns einig, Canada ist ein wunderschönes Land und es wird ein unvergesslicher Urlaub bleiben.

7. Juni 2002

Wir fuhren das WOMO zu Overdoor Travel, der Vermieterfirma, zurück, waren sicher, dass es bei der Übergabe keine Probleme geben würde, da wir bis auf den von uns nicht verschuldeten Unfall, sehr auf Reinlichkeit geachtet und ansonsten aufgepasst hatten, dass keine Kratzer oder andere Gebrauchsspuren von uns hinterlassen werden.

Zurück zu Womoreisen

Björn & Kristin: Südfrankreich und Katalonien

1.Tag (Do. 8.8.2002): Von Heidenheim in die Schweiz

Los ging's morgens gegen 8:30 Uhr; mittags waren wir dann schon in Zürich und aßen mit einem ehemaligen Kommilitonen an der ETH zu Mittag. Dann ging's weiter nach Luzern, wo wir die Stadt besichtigten (Stadtbild Vierwaldstätter See , Stadtmauer ) und anschließend einen weiteren ehemaligen Kommilitonen trafen. Mit diesem gab's dann abends noch eine kleine Bergtour, bevor wir uns dann im WoMo, das wir bei ihm im Hof abgestellt hatten, zur Nachtruhe begaben.

2. Tag (Fr. 9.8.2002): Von der Schweiz nach Südfrankreich

Dieser Tag bestand fast nur aus Fahren: von Luzern über Bern nach Genf, dort über die Grenze nach Frankreich und dann über Rue Nationale weiter - über Valence bis nach Orange. Es war schon Abend, als wir dort ankamen (etwa 20:30 Uhr), also gab's nicht mehr viel zu besichtigen: den Triumphbogen (der eigentlich ein Stadtgründungstor ist) und das römische Theater von außen (es wird um diese Zeit als Freiluftkino verwendet!). Zum Abendessen gab es Crêpes in einem kleinen Lokal, und dann fuhren wir noch ein Stück weiter nach Châteauneuf du Pape, wo es bei den Ruinen des ehemaligen Papstschlosses einen wunderschönen, geräumigen Übernachtungplatz gibt ( Ruinen nachts und morgens ).

3. Tag (Sa. 10.8.2002): Von Châteauneuf du Pape nach Avignon

Morgens gab's erstmal einen herrlichen Ausblick auf das Dörfchen Châteauneuf du Pape und die dahinter liegende Ebene; nach dem Frühstück ging es dann weiter zu einem der berühmtesten Bauwerke Südfrankreichs: dem Pont du Gard, einer der am Besten erhaltenen römischen Äquadukte. Nachdem wir ihn von allen Seiten ( vorne, hinten, unten, oben) bestaunt hatten, fuhren wir dann weiter nach Avignon, wo wir nach nur kurzem Suchen einen großen, bewachten, kostenlosen Parkplatz fanden (auf der Insel). Die beiden berühmtesten Bauwerke in dieser Stadt sind der Papstpalast (Außenansicht), der ihm Inneren allerdings hauptsächlich aus leeren Räumen besteht (Saal), und die aus dem Lied bekannte Brücke; wir besichtigten nur das erstere. Übernachtet haben wir dann auf einem Campingplatz auf der Insel - mit Direktblick auf den nachts beleuchteten Papstpalast.

4. Tag (So. 11.8.2002): Von Avignon in die Camargue

Morgens ging es zunächst zur nahe gelegenen Festung Les Baux. Von weitem sieht es aus, als wachse sie aus den weißen Felsen heraus (Bild); das zugehörige Örtchen ist recht malerisch (Bild, Bild ). Die Festung selbst wurde schon vor hunderten von Jahren geschleift; es blieb nur ein weitläufiges Ruinenfeld zurück (Bild, Bild) - für die Besichtigung sollte man mindestens zwei Stunden einplanen! Dicht daneben sind einige Belagerungsmaschinen ausgestellt (Tribok). Während der gesamten Besichtigung hatten wir ziemliche Probleme mit dem Mistral, der dort oben auf dem Berg sehr stark bläst.

Mittags ging es dann weiter nach Arles, wo wir uns kurz das Amphitheater anschauten (Arena, Außengang) - und dann fuhren wir direkt hinein in die Camargue, in der Hoffnung, Flamingos, Wildpferde und andere Tierchen zu sehen. In der Nähe der Vogelbeobachtungsstation La Capellière standen dann auch tatsächlich einige Flamingos im seichten Wasser des Etangs (Bild); ein anderer flog gerade davon (Bild). Nach Besichtigung des kleinen Museums der Beobachtungsstation und einem kurzen Rundgang durch einige Beobachtungshütten (wo es nicht viel zu sehen gab), fuhren wir dann weiter Richtung Arles, möglichst direkt am Etang entlang. Im hohen Gras neben der Strasse entdeckten wird zwei Pferde - von der Strasse durch einen Wassergraben getrennt, also wohl nicht wild (Bild, Bild), und in einem kleineren Etang bei Le Grau du Roi dann eine größere Ansammlung von Flamingos (Bild, Bild).

Die Nacht verbrachten wir direkt vor der Düne am Strand Les Espiguettes, wo es zwar ebenfalls sehr windig war, uns aber auch einige sehr schöne Fotos gelangen (Reiter, Vögel über Meer , Sonnenuntergang ).

5. Tag (Mo. 12.8.2002): Grotten

Bei der Abfahrt bekamen wir eine weitere bekannte Tierart der Camargue zu sehen: Stiere. Nach einem kurzen, erfolglosen Versuch, in Lunel Wein einzukaufen (Mittagspause!), fuhren wir dann weiter nach Nordwesten zur Grotte Demoiselles.(Eintritt 7 Euro, ermäßigt 6 Euro). Diese wird von manchen Reiseführern als die schönste Tropfsteinhöhle Frankreichs bezeichnet; dies konnten wir nicht ganz nachvollziehen: wir fanden sie zwar recht schön (Bild) und vor allem sehr wuchtig und beeindruckend, aber die Grotte Clamouse (6,80 Euro, ermäßigt 5,50 Euro), zu der wir danach fuhren, gefiel uns dann doch weit besser. Dort gibt es weit mehr und filigranere Tropfsteintypen (Bild, Bild, Bild), in einer Halle wird eine sehr interessante Musik- und Licht-Show veranstaltet, und es gibt ein deutsches Informationsblatt. Außerdem wird vor der Führung ein 15minütiger Film mit Erklärungen zur Tropfsteinbildung gebracht (französisch mit englischen Untertiteln).

Von der einen Grotte zur anderen fuhren wir durch die Gorges de l’Hérault – nicht gerade weiterzuempfehlen: enge Strasse, an vielen Stellen zugeparkt (von Badenden und Kanufahrern), und die Landschaft ist es eigentlich nicht wert.

Die Nacht verbrachten wir am Lac de Salagou (ein Stausee mit sehr interessantem roten Sand ringsum), etwas nordwestlich von Clermont l’Hérault. Dort gibt es direkt neben dem Campingplatz am Ufer eine grosse Wiese (Parkplatz Les Gênets), wo schon etwa 30 andere WoMos standen. Auf dem dort stehenden Schild „camping sauvage interdit“ war das Wort „interdit“ übermalt – anscheinend ist wildes Campen dort also erlaubt...

6. Tag (Di. 13.8.2002): Carcassonne

Morgens ging’s über Rue nationales, an Beziers vorbei, nach Carcassonne. Wir trafen gegen 13 Uhr dort auf dem Campingplatz ,,de la Cité“ an und ergatterten gerade noch so einen der letzten Stellplätze mit Strom. Nach einem faulen Nachmittag machten wir uns dann kurz vor 17 Uhr auf, um erst mal eine schöne Außenansicht der Festung zu bekommen; sie scheint direkt aus einem Hollywood-Film über das Mittelalter entsprungen zu sein, alle Klischees werden befriedigt. ;-) Dann ging’s hinein in die Cité (vom Campingplatz aus ca. 20 Minuten zu laufen) – um diese Uhrzeit hatte das Gedränge zwar schon abgenommen, aber es waren immer noch mehr als genug Touristen unterwegs, und natürlich ist jedes zweite Haus ein Andenkenladen. Trotzdem ist die Cité absolut sehenswert – spätestens beim Rundgang zwischen den inneren und den äußeren Befestigungsmauern, wo es auch bedeutend ruhiger zugeht als innen, kommt ein richtiges Mittelalter-Gefühl auf.

7. Tag (Mi. 14.8.2002): Tierpark, Wein und Berge

Wenn man in Südfrankreich oder in Nordspanien ist, kommt man fast nicht drum herum, irgendwann ein Schild für den „Tierpark Sigéan“ zu bemerken – er ist mindestens jeweils 100 Kilometer weiter nördlich und südlich angeschrieben! Nachdem wir mehrere solche Schilder gesehen hatten (mit Bemerkungen wie „3800 Tiere“), konnten wir dann irgendwann auch nicht mehr widerstehen und fuhren dort vorbei (zwischen Narbonne und Perpignan). Der Tierpark besteht aus zwei Teilen: den ersten durchquert man mit dem Auto, den zweiten zu Fuß. Für beides zusammen sollte man schon mindestens drei Stunden einplanen – und viel Geld mitbringen: der Eintritt kostet pro Person stolze 18 Euro (Kinder 14 Euro).

Im Auto-Teil sind besonders die Strauße bemerkenswert: sie sind extrem neugierig, laufen zwischen den Autos herum und kommen auch mal direkt an die Autoscheibe heran – wenn wir die Scheibe nicht schnell hochgemacht hätten, dann hätte er sicher den Kopf auch noch hereingesteckt! Ansonsten gibt’s dort eigentlich alles, was das Herz begehrt, einschließlich Bären und Löwen.

Im Fußgänger-Bereich gibt es auch noch viel interessantes zu sehen; unter anderem eine Elefantenfamilie (Bild vom Kind) und jede Menge Wasservögel, darunter auch wieder viele Flamingos – allerdings kommt man hier weit näher an sie heran als in der Camargue...

Nach dem Wildpark, gegen 14 Uhr, ging es dann weiter nach Rivesaltes, wo wir mehrere Flaschen des bekannten Muscat de Rivesaltes mitnahmen (Cave de Cazes Frères, sehr empfehlenswert, in der Ortsmitte angeschrieben).

Übernachten wollten wir ursprünglich auf dem Campingplatz „Les Criques de Porteils“ in Collioure, am Fuße der Pyrenäen; da dieser allerdings voll belegt war, fuhren wir die Küstenstrasse (landschaftlich sehr reizvoll und eigentlich auch mit WoMo recht gut zu fahren!) noch ein Stück weiter entlang. Schliesslich kamen wir auf dem (auch seeehr vollen) Camping Municipal von Cerbère, kurz vor dem Cap Peyrefite, unter.

8. Tag (Do. 15.8.2002): Hinein nach Spanien

Hinter der spanischen Grenze wird die Küstenstrasse doch deutlich enger – ist allerdings immer noch recht gut mit dem WoMo befahrbar (es herrscht dort auch nicht gerade viel Verkehr). Angekommen in Empuria brava, einem sehr bekannten Touristenort in der Nähe von Figueres an der Küste, ging dann erst mal die Suche nach einem Campingplatz los. Auf dem Platz „Castell Mar“, unserer ersten Wahl, wurde uns gesagt, dass eigentlich alle Plätze voll sind und wir lieber gleich wild campen sollten. Aber so schnell gaben wir nicht auf, und nach einigem wildem Herumgefahre in der Umgebung landeten wir dann schließlich auf dem Platz „Internacional Amberes“ – dort waren mindestens noch 20 Stellplätze frei, die auch in den folgenden Tagen nicht voll wurden! Alle diese Stellplätze sind allerdings schattenlos, und die Umgebung ist auch nicht gerade begeisternd (uns wurde ein Campingstuhl gestohlen). Das Interessante an der Sache ist noch, dass der Platz „Internacional Amberes“ eigentlich direkt neben „Castell Mar“ liegt – dies merkten wir allerdings erst später, da die Anfahrt zu den beiden Plätzen sich stark unterscheidet. Beide Campingplätze liegen übrigens praktisch direkt am Meer, ca. 5 Minuten zu laufen.

Gegen Abend machten wir dann noch einen kleinen Ausflug in die Umgebung, schauten uns in Figueres nach Parkmöglichkeiten um (das Parkhaus beim Dali-Museum kostet 3,20 Euro pro Stunde!) und besichtigten dann noch das malerische kleine Örtchen Perelada.

9. Tag (Fr. 16.8.2002): Dali

Am frühen Morgen machte sich Kristin schon zum Strand auf, um einige Bilder vom Sonnenaufgang über dem Meer zu machen. Wegen der ungünstig verlaufenden Küste wurde zwar nichts daraus, aber die Bilder können sich trotzdem sehen lassen (Bild, Bild). Auf dem Rückweg zum WoMo gab es dann noch einige frei lebende Papageien in einer Palme zu sehen.

Durch die Erfahrungen vom Tag vorher gewitzt, nahmen wir nicht das Parkhaus beim Dali-Museum, sondern nutzten den kostenlosen Park&Ride-Parkplatz am Stadtrand (wir kamen morgens um 8:40 Uhr – der Platz war total leer; wir kamen mittags gegen 13 Uhr zurück – neben uns stand ein einziges einsames Auto... und das in der Hochsaison!). Der Bustransfer in die Innenstadt kostet pro Person gerade mal 0,75 Euro!

Dann hieß es erst mal Schlange stehen; wir waren zwar pünktlich zur Öffnung um 9 Uhr da, aber trotzdem mussten wir 20 Minuten warten, bevor wir endlich an der Kasse waren (Außenansicht). Nach einer längeren Besichtigungstour (Bild) ging’s dann zurück zum WoMo (siehe oben); den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Faulenzen auf dem Campingplatz.

10. Tag (Sa. 17.8.2002): Ruinen

An diesem Tag ging es zu den Ruinen von Empuries (römisch und griechisch). Es empfiehlt sich stark, einfach ins Ruinengelände hinein zu fahren (wie es auch auf den Schildern eigentlich steht) und nicht direkt davor rechts abzuzweigen (auch wenn dort auch ein Schild Richtung Parkplatz ist) – tut man dies doch, so landet man auf einem seeehr engen Parkplatz am Meeresufer. Ein WoMo zu wenden, wenn man vorne und hinten nur jeweils etwa 10 Zentimeter Platz hat, macht wirklich Freude...

Der Eintritt ins Ruinengelände kostet pro Person 2,40 Euro, und auf dem Gelände findet man dann auch tatsächlich einen großen Parkplatz, der trotz Hochsaison nur sehr schwach belegt war und auch viele schattige Plätzchen bietet. Einen Audioguide erhält man hier nur für 3,60 Euro zusätzlich; weder die Technik noch die dargebotenen Informationen waren allerdings sonderlich begeisternd. Für den Rundgang sollte man etwa 2 Stunden rechnen, das Museum eingerechnet, die „audiovisuelle Show“ (die nochmals extra kostet) aber nicht. Insgesamt ist die Anlage sehr empfehlenswert, es gibt viel zu sehen und zu lernen. Hier einige Bilder: Äskulap-Statue , Überblick , Stadttor ; sehr interessant sind auch die zahlreichen Mosaike.

Der Rest des Tages (wir waren erst gegen 18 Uhr zurück auf dem Platz) wurde wie üblich mit Faulenzen verbracht...

11. Tag (So. 18.8.2002): Nach Barcelona

Morgens ging’s gleich los Richtung Barcelona, und gegen Mittag kamen wir dann auf dem Campingplatz „El Vedado“ (in der Nähe von Alella, etwas östlich von Barcelona) an. Der Platz ist eher klein und recht gemütlich, und es war noch recht viel frei. Außerdem gibt es einen Bustransfer nach Barcelona (2 Euro, Fahrzeit 30-40 min.) – allerdings leider nur morgens!

Wir liessen uns also per Taxi in die nächste Ortschaft bringen (Alella, etwa 4 km), da dort um 14 Uhr ein Bus fahren sollte. Leider hatten wir beim Ablesen des Fahrplans aber nicht berücksichtigt, dass es Sonntag ist – und so warteten wir 2.5 Stunden an der Haltestelle, bis dann um 16:30 Uhr endlich ein Bus kam! (na ja, zwischendurch schauten wir und noch Alella und das benachbarte Mas Nou ein wenig an).

Gegen 17 Uhr endlich in Barcelona angekommen, durchstöberten wir zunächst eine Weile das bekannte Kaufhaus „Corte Ingles“ und gingen dann durch das Altstadtviertel „Barri Gotic“ Richtung Hafen. Nach ein wenig Schlendern über die Moll d’Espanya ging es nach wieder zurück Richtung Innenstadt, durch die Ramblas, auf der nicht nur zahlreiche Verkaufsstände, sondern auch jede Menge Straßenkünstler zu finden sind.

Mit dem Bus um 20:30 Uhr ging es dann zurück zum Campingplatz, wo wir kurz nach 21 Uhr ankamen.

12. Tag (Mo. 19.8.2002): Barcelona – Gaudi und anderes

Mit dem Bus ging’s um 9:10 Uhr am Campingplatz los, in der Stadt kam er kurz vor 10 Uhr dann an. Zunächst schauten wir uns nochmals die Ramblas an, in denen nun am Vormittag auch Kleintiere angeboten wurden (für jeden Geschmack etwas: von allen möglichen Vögel- und Fischsorten über Kaninchen, Meerschweinchen, Streifenhörnchen und Schildkröten bis zu Skorpionen).

Danach kam unsere „Gaudi-Tour“: zunächst schauten wir uns die „Casa Battlo“ (Bild) und die „Casa Mila“, zwei der vom berühmten Architekten Gaudi gestalteten Wohnhäuser, an – allerdings nur von außen, da dort stolze Eintrittspreise verlangt wurden (10 bzw. 6 Euro). Dann ging es weiter zur „Sagrada Familia“, der Kirche, an der nach Gaudis Plänen schon mehr als 100 Jahre gearbeitet wird (da der Bau nur durch Spenden finanziert wird). Auch dort kostet der Eintritt 6 Euro, aber es ist den Preis wirklich wert! ( Außenansicht, Innenansicht , Portal )

Nachmittags ging es dann zunächst in den (ebenfalls von Gaudi gestalteten) Parc Guëll. Er ist auf einer Anhöhe gelegen, so dass man von dort eine gute Aussicht über die Stadt hat (Bild mit Sagrada Familia ). Im Park kann man längere Zeit verbringen; lohnenswert sind beispielsweise das Pförtnerhäuschen oder die Säulengänge mit den an Bäume erinnernden Säulen (Bild innen, Bild außen).

Anschließend schauten wir uns noch am Fuße des Montjuïc das „Pueblo Espanyol“ an, ein Ansammlung von etwa 100 Häusern in den verschiedensten Baustilen, aus verschiedenen Epochen und Gegenden Spaniens. Dieses „Dorf“ wurde anlässlich der Weltausstellung in Barcelona erbaut. Heutzutage findet man dort viele Kunsthandwerker.

Nach einer (vergeblichen) Suche nach einem Eiscafé in der Altstadt ging es dann „schon“ wieder zurück auf den Campingplatz.

13. Tag (Di. 20.8.2002): Montserrat

Dies sollte der letzte Tag in Spanien sein (und tatsächlich waren wir abends schon wieder in Frankreich). Zum Abschluss fuhren wir nun zum Kloster Montserrat auf dem gleichnamigen Berg (zu deutsch etwa „gesägter Berg“; er sieht zwar sehr seltsam aus, aber wo dieser Name herkommt, ist nicht so klar…). Auf den Berg kommt man mit einer Seilbahn (eine Strecke 4 Euro, mit Rückfahrt 6 Euro); direkt an der Talstation gibt es einen Parkplatz, dafür hätten wir aber über eine etwas unsicher aussehende Brücke fahren müssen; deswegen ließen wir das WoMo am anderen Ufer stehen – auch dort gibt es einen großen (zu diesem Zeitpunkt, circa 11:30 Uhr) total leeren Parkplatz.

Auf dem Montserrat schauten wir und dann dass Kloster von außen und innen an (Bild, Bild); es gab eine lange Schlange, in der die Leute anstanden, um das berühmte Marienstandbild zu sehen – darauf verzichteten wir dann aber lieber. Statt dessen wanderten wir noch ein wenig den Berg weiter hinauf, um das Kloster auch mal von oben zu sehen.

Gegen 14:30 Uhr waren wir dann schon wieder unten und beschlossen, uns gleich auf den Heimweg zu machen. Auf der Autobahn ging es schnell vorwärts, um 16:30 Uhr waren wir schon wieder in Frankreich. Nach einem kurzen Abstecher nach Serignan-Plage bei Beziers (Nostalgie – da hatte ich früher viele Urlaube verbracht) fanden wir dann bei Vias-Plage einen freien Stellplatz fast direkt am Strand, nahe dem (nachts leider recht lauten) Campingplatz Californie Plage

14. Tag (Mi. 21.8.2002): Römisches Theater in Orange und Wein

Am Morgen ging es erst mal an der Küste entlang, zwischen Etang und Meer; entlang des Strandes standen schon zu dieser recht frühen Stunde (etwa 9 Uhr) Autos und Wohnmobile dicht an dicht. Schließlich gelangten wir wieder nach Lunel; auf einem großen Parkplatz in der Ortsmitte fanden wir dort einen Weinverkaufsstand, so dass wir schließlich doch noch zu unserem Süßwein kamen (auf der Hinfahrt hatten wir ja keinen Erfolg gehabt).

Gegen halb zwei waren wir dann in Orange und holten die Besichtigung des römischen Theaters dort nach (5,5 Euro). Es ist das einzige römische Theater in Europa, bei dem die Bühnenrückwand noch steht! Auch sonst ist es noch sehr gut erhalten (Bild: Sitzreihen); eine Besichtigung ist wirklich empfehlenswert.

Danach ging es dann weiter Richtung Norden, auf der Autobahn durch Lyon. Gegen Abend, etwa 19 Uhr, kamen wir dann in Fleurie im Beaujolais an, wo es einen schönen, billigen Campingplatz gibt. Die Cave Cooperative (zu Fuß ca. 10 min. vom Platz entfernt) hatte allerdings leider schon geschlossen…

15. Tag (Do. 22.8.2002): Heimwärts, letzte Station: Strassbourg

Morgens gingen wir kurz Wein einkaufen in der Cave Cooperative, die nun zum Glück offen hatte; gegen 10 Uhr kamen wir dann los. Praktisch die gesamte Strecke fuhren wir nun wieder auf der Rue nationale, durch das Jura nach Besancon und dann ins Elsass. Gegen 19 Uhr hatten wir dann in Strassbourg nach längerer Suche einen Parkplatz gefunden und machten uns auf in die Stadt. Zum Abendessen gab’s Flammkuchen, danach genossen wir die Brücken- und Dombeleuchtung „L’Ill aux lumières“ (zu Ehren von Gutenberg).

Da wir beide noch nicht schlafen konnten und der Parkplatz doch recht laut war, fuhren wir dann doch noch ein Stück weiter, nach Deutschland hinein, und übernachteten schließlich auf einer Autobahnraststätte. Am Freitag ging’s dann das letzte Stück weg nach Heidenheim – und damit war dieser Urlaub leider endgültig zu Ende.