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2003

Frühjahrsurlaub 2003

Pfalz ------- Frankfurt------Südfrankreich----Gardasee-------Bayerischer Wald

 1. Tag
Heute sind wir zuerst nach Dinkelsbühl gefahren und haben uns auf unserem Heimatplatz vergnügt.Anschließend sind wir in die Pfalz nach Edenkoben (WOMO-Standplatz mit Ver- und Entsorgung) gefahren und haben uns mit Björn, Sven und Anja getroffen und einen schönen Abend verbracht.

 2. Tag
Heute wollten wir auf einem Golfclub bei Bad Dürkheimeinen schönen Tag verbringen. Wir bekamen für 12:30 auch eine Startzeit. Kurz bevor wir starten konnten, wurde aus unserem Zweier ein Vierer, der sich sehr zum Ärger der Clubsekretärin nach 9 Bahnen in zwei Zweier trennte.(Mehr auf der Golfseite) Wir haben die Runde dann abgebrochen und sind auf einen Rastplatz  vor Frankfurt gefahren, um morgen rechtzeitig am Flughafen zu sein, um die Kanadier abzuholen.

3. Tag
Wir waren rechtzeitig am Flughafen und haben zuerst Gila und dann am späteren Nachmittag Barby abgeholt. Danach sind wir mit den beiden nach Düren gefahren, ihrer ersten Station in der alten Welt.

4. Tag
Ein reiner „Fahrtag“ wir haben es bis nach Frankreich geschafft. Allerdings nur bis zum ersten Rastplatz nach der Grenze. Morgen geht es weiter in den Süden (hoffentlich mit besserem Wetter). Fahrstrecke: Von Düren über Bern und Genf nach Frankreich.

5. Tag
Am frühen Nachmittag sind wir in Aigues Mortes angekommen und auf dem Campingplatz geblieben, um nach den beiden anstrengenden Tagen ein wenig auszuruhen.

6. Tag
Unser erstes mal Golf unter Palmen. Wow !!! Der Platz in La. Grande Motte ist ein schön zu spielendender Platz, allerdings sind wir um 11:06 gestartet und waren nach den 18 Bahnen einfach fertig Schuld war die ungewohnte Hitze. Also sind wir zurück zum Campingplatz, haben an der Bar noch etwas getrunken und im Womo ganz wenig gegessen und haben den Tag einfach ausklingen lassen (wir sind sicher nicht mehr lange wach  !?)

7. Tag
Heute morgen sind wir zu den „Grottes des Demoiselles“ aufgebrochen. Es war wieder ein herrlicher Tag und wir freuten uns sehr. Unsere Erwartungen wurden allerdings noch weit übertroffen, denn Tropfsteinhöhlen in dieser Größenordnung gibt es in Deutschland nicht. Wir waren schlichtweg tief beeindruckt.
Anschließend sind wir an den Strand L’Espiquites gefahren, um dort die Nacht zu verbringen. Wir haben eine Strandwanderung und es uns anschließend im Womo gemütlich gemacht und Pläne für den morgigen Tag geschmiedet.
Für Womos ist der hintere (und schönere) Teil des Strandes nun leider durch eine Schranke gesperrt. Es herrscht aber immer noch ein ziemlich reger nächltlicher “Verkehr” *G*

8. Tag
Wer ihn nicht kennt, den „Pont du Gard“, sollte schnellstens hinfahren. Wir haben heute diese Bildungslücke gefüllt und waren tief beeindruckt. Die Römer waren schon Künstler. Im Gard haben wir schließlich unsere durchschwitzten Glieder gekühlt, haben noch ein bisschen Sightseeing gemacht und sind schließlich nach Salin de Giraud aufgebrochen, wo wir einen ruhigen Womo-Platz gefunden haben (mit Ver- und Entsorgung - ausgeschildert -), um noch einmal den Tag Revue passieren zu lassen und bald zu Bett zu gehen, um am nächsten Tag neue Wunder des schönen Südfrankreich zu sehen.

9. Tag
Nach dem Frühstück nahmen wir Abschied vom Meer. Die Sicht war unbeschreiblich, der Sand weich und warm. Wir wissen sicher, wir kommen wieder.
Dann fuhren wir an herrlichen weißen Carmarque-Pferden mit ihren braunen Fohlen ebenso vorbei wie an den schwarzen Carmarque-Stieren. Auch hier konnten wir Jungtiere bewundern. Es versteht sich von selbst, dass wir öfter anhalten und fotografieren mussten.
Ansonsten gibt es über den Tag nicht all zu viel zu berichten. Wir machten einen Einkaufsbummel in Arles und fuhren weiter nach Le Muy zu einem Campingplatz. Von wegen, es gibt nichts Tolles zu berichten. Dieser Campingplatz ist einmalig durch seine Naturbelassenheit, den Wildwuchs des Oleanders, der Pinien und der Palmen, einfach wunderschön. Wir haben uns also einen richtig faulen Spätnachmittag und Abend auf diesem Campingplatz gemacht und sind ruhig und zufrieden zu Bett gegangen.

10. Tag
Heute haben wir wider unserem Hobby gefrönt. Wir sind über einen wunderschönen Golfplatz gelaufen ( eigentlich mit einem Golfcar gefahren*G*), haben eine Entenfamilie beobachtet und Bisamratten bei ihren Schwimmkünsten zugesehen (für Golfer mehr auf den Golfseiten)und waren anschließend ziemlich geschafft. Danach haben wir uns auf den Weg Richtung Heimat gemacht und unterwegs auf einem Rastplatz übernachtet.

11. Tag
Wir haben unsere Pläne erneut geändert und beschlossen über Lazise (am Gardasee) zu fahren. Aus der geplanten Besichtigung von Sirmione wurde leider erneut nichts, da wir durch den sich stauenden Verkehr keine Chance hatten, die richtige Ausfahrt aus dem Kreisel zu erwischen(Staufahrt für etwa 5 Km ca. eine Stunde !!). Also fuhren wir direkt zu Campingplatz Spiaggia d’ Oro , machten einen kleinen Strandspaziergang und einen größeren nach Lazise zum Pizzaessen.

12. Tag
Erneut ein „Fahrtag“, wir sind vom Gardasee in den Bayrischen Wald gefahren, um unsere Canadier wieder abzuholen. Aber vorher gibt es noch ein wenig Golf

13. Tag
Ca. 30 Grad im Schatten. Wir sind nach 18 Bahnen einfach total geschafft ! (Für die Golfer mehr auf den Golfseiten). Relaxen am 19. Loch, einkaufen und den Abend einfach faul ausklingen lassen.

14. Tag

Wir haben unseren Besuch abgeholt und sind gemeinsam zu uns nach Hause gefahren.

 

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Herbsturlaub 2003

Evian ----- Provence ---- Arles ---- Beziers ---- Narbonne ----  Carcassonne ---- Orange

07.09.2003

Heute fuhren wir in Stuttgart nach einem turbulenten – privaten – Wochenende Richtung Süden. Auf dem Campingplatz in Rust machten wir halt, um das WOMO für die lange Fahrt in den Süden noch einmal „frisch zu machen“. Wir verbrachten eine ruhige – allerdings sehr teuere – Nacht in Rust.

08.09.2003

Heute morgen hieß es früh aufstehen, denn wir hatten einiges vor. Wir fuhren durch die Schweiz Richtung Montreux. Es war eine lange Fahrt und ein ziemlich starker Verkehr, obwohl die Ferienzeit ja tatsächlich zu Ende war. In Montreux besichtigten wir das Chateau de Chillon, das uns sehr gut gefiel. Die Mauern des Chateaus sprechen die Sprache der Vergangenheit und man kann sich unschwer vorstellen, was dort an schönen und schrecklichen Dingen passiert ist. Hierzu braucht man nicht einmal an Lord Byron zu denken, der durch Victor Hugo’s „Le Rhin“ natürlich vortrefflich für alle Zeit verewigt wurde.
Nach einem gemütlichen Stündchen am Genfer See fuhren wir Richtung Evian weiter. Wir hatten schließlich einen großen Hunger und hielten nach einem Lokal bzw. Supermarkt Ausschau. Schließlich fanden wir in Lugrin eine „fromagerie“, die herrlichen frischen Käse in der Theke liegen hatte. Wir durften alle Käse probieren, kauften schließlich einige Sorten zu einem unglaublich günstigen Preis, kauften uns in einer Bäckerei zwei Baquettes, fuhren zu einem großen Parkplatz in Evian und ließen es uns gut gehen. Schließlich gingen wir früh zu Bett, denn morgen stand eine lange anstrengende Fahrt in den Süden an.

Übernachtungsplatz eben jener Parkplatz in Evian: Gegenüber der Schiffsanlegestelle. Auf mehreren Terrassen außer Müll keine Entsorgung.

09.09.2003

Ein regnerischer Tag, gerade richtig für eine lange Fahrt, allerdings war das ständige Regnen sehr eintönig und fast schon ein bisschen einschläfernd. Wir beschlossen, nicht nur auf der Autobahn zu fahren, sondern ein bisschen Landschaft zu genießen. Die rue nationale 75 war ganz gemütlich, doch dann kam der Hammer, die rue nationale 85, es ging in Serpentinen den Pass hinauf und in den gleichen Serpentinen den Pass wieder hinunter und das gleiche noch einmal, ein noch höherer Pass; allerdings die Landschaft war gigantisch, unglaublich, einfach märchenhaft....... Doch dann waren wir froh, als wir nach langem Hinauf, Hinunter, Hinauf, Hinunter endlich auf die rue nationale 555 kamen, Le Muy passierten und schließlich unser heutiges Ziel, Roquebrune, erreichten. Hundemüde machten wir uns etwas zu Essen und gingen zeitig schlafen.

10.09.2003

Es war herrliches Wetter und wir gingen auf den Golfplatz, den wir von unserem Frühjahrsurlaub schon kannten. Es war wieder schön, erholsam und wir genossen den sehr heißen Tag in vollen Zügen.
Abends fuhren wir weiter auf die Autobahn, machten relativ früh Feierabend und ließen einen wirklich schönen Tag gemütlich ausklingen.

11.09.2003

Das Wetter war wieder herrlich. Wir fuhren nach Arles, versorgten uns mit Lebensmitteln und Getränken und fuhren weiter auf den Campingplatz La Petite Carmarque. Dort buchten wir für einige Tage und nahmen ein ausgiebiges Sonnenbad und verwöhnten uns an Geist und Seele.

12.09.2003

Nach einer ruhigen Nacht beschlossen wir, unserem Hobby unter Palmen nachzugehen. Wir fuhren nach La Grande Motte, dem Golfplatz, auf dem wir erstmals im Süden gespielt haben und genossen einen schönen, zwar windigen, aber doch sehr heißen Tag auf dem Golfplatz. Abends auf dem Campingplatz angekommen, schmiedeten wir Pläne für den nächsten Tag.

13.09.2003

Wir verwarfen alle Pläne und machten einen richtig faulen Tag, gingen ein bisschen spazieren, lasen, tranken ein Gläschen Wein und machten all die Dinge, die manchmal einfach sein müssen. Abends verabredeten wir uns mit Bekannten für den nächsten Tag und waren einstimmig der Meinung, dass auch ein solcher Tag seine Reize hat.

14.09.2003

Wie bereits erwähnt, waren wir mit Bekannten verabredet. Wir fuhren ins Landesinnere nach Sèrignac, einem wunderschönen Dörfchen in der Nähe von Sommiéres. Das Häuschen ist im Stil der Provence gebaut und fand unsere volle Zustimmung. Wir verbrachten einen harmonischen Tag, lachten und scherzten und fuhren schließlich weiter nach Montpellier. Dort übernachteten wir an einer Autobahnraststätte.

15.09.2003

Heute lag wieder ein anstrengender Tag vor uns. Wir fuhren über die rue nationale nach Saint-Cyprien, erfreuten uns an der ungewöhnlichen Landschaft und spielten gegen Abend noch eine 9-Loch-Runde Golf. Da wir doch sehr müde waren, entschlossen wir uns, auf dem Parkplatz des Golfplatzes zu übernachten, um am nächsten Tag, wenn die Landschaft noch schlief, eine 18-Lochrunde zu starten.

16.09.2003

Heute ist wieder ein herrlicher Tag und wir frühstücken zeitig, um uns den Golfpass, für den in Deutschland sehr viel Reklame gemacht wird, zu kaufen und damit die Möglichkeit zu haben, für einen günstigeren Preis noch fünfmal in unserem Urlaub golfen zu können. Als wir aber ins Sekretariat kommen, erleben wir eine böse Überraschung: Golfpass vergeben wir nicht, Sie können spielen zum normalen Preis. Wir schauen uns an, sind uns einig und gehen. Welch’ eine Enttäuschung, o.k. wir können nichts machen, aber spielen wollen wir hier nicht mehr. Also machen wir uns kurz entschlossen auf den Weg nach Carcassonne. Mittags treffen wir dort ein, nehmen Quartier auf dem Campingplatz de la Cité, 15 Minuten Fußweg nach Carcassonne. Nach einer kleinen Erfrischung machen wir uns auf den Weg, es ist heiß, der Weg erscheint endlos, aber in Carcassonne angekommen, sind alle Strapazen vergessen. Die Mauern der Festungsstadt ziehen uns in ihren Bann. Ich will nur kurz einiges erwähnen, sonst finde ich kein Ende. Zu besichtigen ist das Château Comtal, die Porte Narbonnaise, la Cité und last not least die Basilika St.-Nazaire. Mit anderen Worten, unsere Enttäuschung über die nicht stattfindende Golfrunde ist schnell vergessen und wir sind schlichtweg begeistert. Abends gehen wir müde – aber zufrieden – in unser Bett und hoffen auf einen ebenso tollen neuen Tag.

17.09.2003

Ganz können wir es nicht lassen. Wir gehen golfen in Carcassonne. Der Platz ist sportlich anspruchsvoll und landschaftlich beeindruckend, wenn nur diese fürchterliche Hitze nicht wäre, wäre alles perfekt, aber alles kann man nicht bekommen. Nach unserem Spiel fahren wir nach Carcassonne direkt auf einen Parkplatz. Dort haben wir die Festungsstadt, die abends beleuchtet wird, vor unseren Augen und sind nur noch glücklich. Wir gehen abends in das Restaurant „Comte Roger“, das seinem Namen alle Ehre macht. Das Essen ist vorzüglich, das Ambiente übertrifft unsere Erwartungen und der Service ist einwandfrei. Abends im WOMO, das erleuchtete Carcassonne vor unseren Augen, sind wir uns einig, dass dies ein unglaublich schöner Tag war und wir sicherlich nicht das letzte Mal in Carcassonne waren.

18.09.2003

Heute hatten wir wieder ein volles Programm. Zuerst fuhren wir zur Abbaye cistercienne de Fontfroide (in der Nähe von Narbonne), besuchten die Gärten und erfreuten uns an einer unglaublichen wilden Landschaft. Leider war der Weinkeller geschlossen und wir konnten keine Weinprobe machen, aber wir entschlossen uns, noch einmal in dieses landschaftliche Paradies zu kommen. Anschließend fuhren wir nach Narbonne, besichtigten die Kathedrale St-Just-et-St.Pasteur und machten anschließend einfach nur einen Stadtbummel, den wir genossen. Hier und da blieben wir stehen, kauften einige Kleinigkeiten und hatten einfach Spaß. Gegen Abend fuhren wir weiter nach Béziers auf den Campingplatz Beauséjour in Serignan-Plage, richteten uns ein und machten einen Strandbummel. Wir fanden schöne ungewöhnliche und große Muscheln und hatten einfach Spaß.

19.09.2003

 

Das Wetter war wieder wunderbar und wir beschlossen, noch einen Tag auf dem Campingplatz zu bleiben und noch einmal unserem Hobby nachzugehen. Der Golfplatz von Béziers liegt wunderschön inmitten einer hügeligen Landschaft und ist sportlich recht anspruchsvoll. Wir hatten einen recht guten Tag und spielten erfreulich sicher. Danach machten wir noch einen kleinen Strandspaziergang, sammelten Muscheln und machten es uns dann im WOMO gemütlich.

Erwähnenswert erscheint mir aber, dass es einer dieser Tage war, an denen man froh sein kann, wenn man sich nicht an dem ersten Schluck Kaffee verschluckt und erstickt oder auf dem Weg zum Auto über die eigenen Beine fällt und sich dabei das Genick bricht. Wir liefen von einer Katastrophe in die andere und waren abends im Bett froh, dass es außer einigen blauen Flecken und Hautabschürfungen keine weiteren Verletzungen und trotz des Essens am Boden noch etwas Gutes zum Abendbrot gab.

 

20.09.2003

 

Welch’ ein Tag und dabei fing er ganz unspektakulär mit einem Reifenwechsel und dem Wochenendeinkauf an. Anschließend fuhren wir nach Béziers, um einen Stadtbummel zu machen und die Kathedrale Saint Nazaire zu besichtigen. Béziers ist ein wunderschönes Städtchen mit malerischen Häusern, einem wunderschönen Theater und einer Allee, durch die das Bummeln Spaß machte. Wir verliefen uns total, so dass wir keine Ahnung mehr hatten, in welche Richtung wir gehen mussten, um die Kathedrale zu erreichen. Schließlich fragten wir eine Französin nach dem Weg. Sie war sehr freundlich, erklärte, sie wolle auch in die Richtung gehen, wir sollten uns ihr doch anschließen, was wir natürlich gerne taten. Auf dem Weg unterhielten wir uns recht gut und sie meinte, im Lycee Henri IV und in dem daneben liegen Collège sei ein außergewöhnliches Fest, die Schüler hätten keine Schule, es würden Darbietungen geboten und sie fände es toll, wenn wir mit ihr in die Schule gingen. Angesichts ihrer netten Art wären wir uns unfair vorgekommen, wenn wir abgelehnt hätten. Unterwegs trafen wir ihre Tochter, die auch auf dem Weg zum Lycee war. Auf die Frage, wer wir seien und die Antwort, deutsche Touristen, kam nur ein lakonisches „Aha“. Wir gingen also zum Lycee, schauten uns ein Video über die Schule und deren Vergangenheit an, besichtigten den Schulhof und den dazu gehörigen Garten, bis wir uns schließlich ein Herz fassten, uns mit der Begründung verabschiedeten, schnell noch zur Kathedrale und anschließend weiter Richtung Heimat fahren zu wollen.
Wir hatten selten so wenig Zeit in einer Kathedrale verbracht, zumal es sich bei dieser um ein wirklich schönes harmonisches gotisches Bauwerk handelt. Wir hatten es eilig, weil die Parkuhr ablief und wir keine Lust hatten, unser WOMO suchen zu müssen.
Wir fuhren aus Béziers in Richtung Norden zu dem Chateau Coujan, wo wir eine Weinprobe machten, einige Flaschen Wein erstanden und uns innerhalb kurzer Zeit mit dem Winzer, einem sehr netten älteren Herrn, anfreundeten. Wir unterhielten uns angeregt, er zeigte uns nicht ohne Stolz das wunderschöne Anwesen, machte uns hier auf einen Olivenbaum aufmerksam, zeigte uns dort einen kleinen Brunnen, ließ uns auch einen Blick in den Weinkeller werfen, zeigte uns, wo und wie gekeltert wird, mit einem Wort, wir hatten unerwartet einen Freund gefunden. Als es ans Abschied nehmen ging, sah Violetta ein Feigenbäumchen, an dem eine einzige, nicht mehr sehr frische Feige hing. Der nette Herr schenkte sie ihr und sie war darüber sehr glücklich. Schließlich gingen wir durch einen wunderschönen Garten, in dem herrliche Blumen blühten. Am Ende des Gartens blieb er stehen, zeigte auf ein Bäumchen und erklärte, Violetta könne hier so viele Feigen pflücken, wie sie wolle. Es waren herrlich süße, fette, reife Feigen. Wir nahmen einige mit und holten später noch einige in einer Schüssel. Als wir abends im WOMO auf dem Parkplatz von Chateau Coujan saßen und den Abend genossen, etwas Wein tranken und natürlich Feigen aßen, kamen Pfauen, zuerst die Männchen, die sich zu unserer Verblüffung alle auf einen Baum häuslich niederließen und zur Nacht ein geeignetes Plätzchen suchten. Kaum hatten die Männchen ihren Ruheplatz gefunden, kamen eine ganze Menge Weibchen mit ihren Jungen, wanderten ebenfalls zu dem Baum und suchten ihr Nachtquartier. Es herrschte ein Geflatter und Geschrei, bis endlich alle ihren Ruheplatz gefunden hatten. Überraschend war, dass es keinerlei Rangunterschiede zu geben schien, lediglich ein schneeweißer Pfau war ausgeschlossen und musste sich ein Plätzchen auf einem Nachbarbaum suchen. Wir fotografierten und filmten natürlich ausgiebig und hatten an diesem Abend nicht enden wollende Gesprächsthemen, bis wir schließlich hundemüde ins Bett wanderten, allerdings mit dem beglückenden Gefühl, hier nicht das letzte Mal gewesen zu sein.

21.09.2003

Wir mussten von unserem Paradies leider Abschied nehmen und machten noch einen kleinen Spaziergang, fanden noch einige Feigen, die Pfauen wanderten wieder umher, alles war noch genau so friedlich wie am Tag zuvor. Wir fuhren weiter nach Salin du Giraud an den Strand und machten uns einen gemütlichen Tag, genossen die Sonne, den Wind und das Meer, sahen am Horizont einige Schiffe vorbeifahren und sahen abends die blutrote Sonne im Meer verschwinden. Es war einer jener Tage, die man eben manchmal braucht, um alle Erlebnisse zu verarbeiten.
Salin du Giraud.: Ver- und Entsorgungsstation Eigenbau. Gleichzeitig Übernachtungsmöglichkeit für ca. 7-8 Mobile

22.09.2003

Als wir aufwachten, merkten wir, das WOMO war ausgesprochen dunkel und es schien keine Sonne. Wir dachten, nach der teils unerträglichen Hitze ist es einmal nicht schlecht, wenn es etwas kühler wird. Auch als einige Regentropfen fielen, fanden wir es nicht übel, nachdem es nicht kalt, sondern eher angenehm war. Wir beschlossen, nach Arles zum Einkaufen zu fahren und anschließend die Stadt zu besichtigen. Als wir bei dem Einkaufszentrum ankamen, hatte sich der Himmel bedenklich verändert, Wind setzte ein und es fing an zu blitzen und zu donnern. Wir erreichten gerade noch das Géant, bevor dichter Regen einsetzte. Wir ließen uns Zeit beim Einkaufen und hofften, dass das Gewitter bald vorüber sein würde. Als wir jedoch nach draußen kamen, regnete es noch immer heftig und das Gewitter war offensichtlich noch in vollem Gange. Aber es kam noch schlimmer, der Himmel öffnete seine Schleusen, wie wir es noch nie erlebt hatten, es krachte und schepperte und innerhalb kürzester Zeit hatte sich der Parkplatz in einen See verwandelt. Kein Auto fuhr mehr, mit einem Wort, es ging nichts mehr. Wir saßen im WOMO und warteten. Unseren Plan, einen Stadtbummel zu machen, hatten wir längst aufgegeben, wir wollten nur noch irgend wohin fahren, wo wir übernachten konnten. Aber das Unwetter hatte Ausdauer und wir mussten warten. Mittags um 16.00 Uhr war es bereits stockdunkel und es sah so aus, dass es nie mehr würde aufhören wollen zu gewittern. Als der Regen schließlich ein bisschen nachließ, fuhren wir durch den See-Parkplatz und gerieten in einen endlosen Stau, sämtliche Unterführungen waren voll Wasser, der Verkehr wurde überall umgeleitet. Nach endlos erscheinender Zeit erreichten wir die Autobahn, fuhren auf den ersten Rastplatz, um dort die Nacht zu verbringen. In dieser Nacht standen wohl alle Autos von Arles und Umgebung auf diesem Parkplatz, denn wir fanden nur sehr mühsam ein Plätzchen. Müde gingen wir bald schlafen und hörten noch im Halbschlaf ein bedrohliches Plitsch-platsch-krach.

23.09.2003

Der erste Gedanke war, es ist ruhig draußen und ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass das Wetter sich tatsächlich beruhigt hatte. Wir fuhren los, machten in Châteauneuf du Pape Halt, frühstückten, genossen den wunderschönen Blick auf die Rhone und machten uns auf, um Orange zu besichtigen. Es ist eine wunderschöne Stadt mit viel Sehenswertem. Ich will in meinem Bericht nur auf zwei Highlights verweisen. Der Arc de Triomphe ist ein Muß bei der Besichtigung, ist es doch das drittgrößte der noch erhaltenen Monumentaltore dieses Typs. Das zweite noch größere Highlight ist natürlich das Théâtre antique. Selbst Ludwig XIV bezeichnete die noch erhaltene 103 Meter breite und 36 Meter hohe Wand als „schönste Wand seines Königreichs“. Diesem Satz ist kaum etwas hinzuzufügen. Wenn man die Stufen hinaufsteigt, kann man sich noch heute von der unglaublichen Akustik des Theaters überzeugen. Es ist wohl ein Traum eines jeden Theaterliebhabers einmal während der Sommerzeit ein Opernstück in dieser Arena zu sehen und den Glanz vergangener Zeiten auferstehen zu lassen.
Auch hier mussten wir Abschied nehmen und wir entschlossen uns, schon einmal Richtung Norden zu fahren, denn unser Urlaub neigte sich seinem Ende. Wir fuhren einfach Richtung Valence und dann Grenoble, als wir einen Wegweiser nach Abbaye Ste. Antoine sahen. Wir entschlossen uns, die Nacht bei dieser Abbaye zu verbringen. Wir fuhren endlose Sträßchen, den Berg hinauf und hinunter, bis wir schließlich in der Ferne die Abbaye sahen. Wir waren beeindruckt und freuten uns auf etwas Neues. Wir fanden einen großen Parkplatz unterhalb der Abbaye  und entschlossen uns, noch einen kleinen Spaziergang zu machen. Als wir aus dem WOMO ausstiegen, fanden wir lauter „komische schwarze und grüne Früchte“ und fragten uns, was das wohl sein könnte. Plötzlich sahen wir es, wir parkten unterhalb einer „Walnussplantage“, überall lagen Walnüsse, die „komischen schwarzen und grünen Früchte“ waren die Schalen, und wir machten uns daran, einige einzusammeln, denn die würden sicherlich – denken wir an die Feigen – köstlich schmecken. Den Spaziergang zur Abbaye vertagten wir und entschlossen uns, am nächsten Morgen alles ausgiebig zu besichtigen.
Info: Ver- und Entsorgung möglich. Beim Parkplatz gibt es eine öffentliche Toilette mit einem Handwaschbecken. Nicht auf den oberen Parkplatz, sondern auf den Busparkplatz am Dorfanfang (Sportplatz) fahren.

24.09.2003

Heute haben wir die Abbaye besucht und waren mal wieder beeindruckt. Hier spürt man wieder die Vergangenheit und die Steine sprechen ihre eigene Sprache. Es war eine schöne Stunde, in der wir alles betrachteten und uns Gedanken über das Heute und Gestern, das Ferne und Nahe machten.
Wir fuhren weiter mit dem sicheren Gefühl, hier nicht das letzte Mal gewesen zu sein. Plötzlich wurde uns klar, unser Urlaub neigte sich unwiederbringlich dem Ende, wir mussten Richtung Deutschland fahren. Wir fuhren wieder über die Schweiz, kauften zuerst in Lugrin bei Evian nochmals frischen Käse in der Fromagerie und fuhren weiter. Abends gegen 20.00 Uhr waren wir wieder in Deutschland. Wir fuhren noch auf den WOMO-Platz in Bad Krotzingen, wo wir bald müde in unsere Betten fielen.
Keine Ver- und Entsorgung. Neu: Jetzt auch ab dem ersten Tag Geführenpflichtig: 7 Euro pro Nacht

25.09.2003

Nun hatten wir nur noch die letzte Wegstrecke vor uns. Wir frühstückten gemütlich und fuhren nach Hause.

Nachtrag

Wir haben einen wunderschönen Urlaub verbracht, hatten viel Spaß, auch einigen Ärger, so hat jemand versucht, das WOMO aufzubrechen, außer dem zerstörten Türschloss wurde jedoch kein Schaden angerichtet. Wir werden die schönen Erlebnisse und unsere Harmonie aber niemals vergessen und freuen uns schon heute auf neue Urlaube, in denen wir sicherlich wieder viel Aufregendes erleben werden.

 

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