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07.09.2003
Heute fuhren wir in Stuttgart nach einem turbulenten – privaten – Wochenende Richtung Süden. Auf dem Campingplatz in Rust machten wir halt, um das WOMO für
die lange Fahrt in den Süden noch einmal „frisch zu machen“. Wir verbrachten eine ruhige – allerdings sehr teuere – Nacht in Rust.
08.09.2003
Heute morgen hieß es früh aufstehen, denn wir hatten einiges vor. Wir fuhren durch die Schweiz Richtung Montreux. Es war eine lange Fahrt und ein ziemlich
starker Verkehr, obwohl die Ferienzeit ja tatsächlich zu Ende war. In Montreux besichtigten wir das Chateau de Chillon, das uns sehr gut gefiel. Die Mauern des Chateaus sprechen die Sprache der Vergangenheit und man
kann sich unschwer vorstellen, was dort an schönen und schrecklichen Dingen passiert ist. Hierzu braucht man nicht einmal an Lord Byron zu denken, der durch Victor Hugo’s „Le Rhin“ natürlich vortrefflich für alle
Zeit verewigt wurde. Nach einem gemütlichen Stündchen am Genfer See fuhren wir Richtung Evian weiter. Wir hatten schließlich einen großen Hunger und hielten nach einem Lokal bzw. Supermarkt Ausschau.
Schließlich fanden wir in Lugrin eine „fromagerie“, die herrlichen frischen Käse in der Theke liegen hatte. Wir durften alle Käse probieren, kauften schließlich einige Sorten zu einem unglaublich günstigen Preis, kauften uns in einer Bäckerei zwei Baquettes, fuhren zu einem großen Parkplatz in Evian und ließen es uns gut gehen. Schließlich gingen wir früh zu Bett, denn morgen stand eine lange anstrengende Fahrt in den Süden an.
Übernachtungsplatz eben jener Parkplatz in Evian: Gegenüber der Schiffsanlegestelle. Auf mehreren Terrassen außer Müll keine Entsorgung.
09.09.2003
Ein regnerischer Tag, gerade richtig für eine lange Fahrt, allerdings war das ständige Regnen sehr eintönig und fast schon ein bisschen einschläfernd. Wir
beschlossen, nicht nur auf der Autobahn zu fahren, sondern ein bisschen Landschaft zu genießen. Die rue nationale 75 war ganz gemütlich, doch dann kam der Hammer, die rue nationale 85, es ging in Serpentinen den
Pass hinauf und in den gleichen Serpentinen den Pass wieder hinunter und das gleiche noch einmal, ein noch höherer Pass; allerdings die Landschaft war gigantisch, unglaublich, einfach märchenhaft....... Doch dann
waren wir froh, als wir nach langem Hinauf, Hinunter, Hinauf, Hinunter endlich auf die rue nationale 555 kamen, Le Muy passierten und schließlich unser heutiges Ziel, Roquebrune, erreichten. Hundemüde machten wir
uns etwas zu Essen und gingen zeitig schlafen.
10.09.2003
Es war herrliches Wetter und wir gingen auf den Golfplatz, den wir von unserem Frühjahrsurlaub schon kannten. Es war wieder schön, erholsam und wir genossen
den sehr heißen Tag in vollen Zügen. Abends fuhren wir weiter auf die Autobahn, machten relativ früh Feierabend und ließen einen wirklich schönen Tag gemütlich ausklingen.
11.09.2003
Das Wetter war wieder herrlich. Wir fuhren nach Arles, versorgten uns mit Lebensmitteln und Getränken und fuhren weiter auf den Campingplatz La Petite
Carmarque. Dort buchten wir für einige Tage und nahmen ein ausgiebiges Sonnenbad und verwöhnten uns an Geist und Seele.
12.09.2003
Nach einer ruhigen Nacht beschlossen wir, unserem Hobby unter Palmen nachzugehen. Wir fuhren nach La Grande Motte, dem Golfplatz, auf dem wir erstmals im
Süden gespielt haben und genossen einen schönen, zwar windigen, aber doch sehr heißen Tag auf dem Golfplatz. Abends auf dem Campingplatz angekommen, schmiedeten wir Pläne für den nächsten Tag.
13.09.2003
Wir verwarfen alle Pläne und machten einen richtig faulen Tag, gingen ein bisschen spazieren, lasen, tranken ein Gläschen Wein und machten all die Dinge, die
manchmal einfach sein müssen. Abends verabredeten wir uns mit Bekannten für den nächsten Tag und waren einstimmig der Meinung, dass auch ein solcher Tag seine Reize hat.
14.09.2003
Wie bereits erwähnt, waren wir mit Bekannten verabredet. Wir fuhren ins Landesinnere nach Sèrignac, einem wunderschönen Dörfchen in der Nähe von Sommiéres.
Das Häuschen ist im Stil der Provence gebaut und fand unsere volle Zustimmung. Wir verbrachten einen harmonischen Tag, lachten und scherzten und fuhren schließlich weiter nach Montpellier. Dort übernachteten wir an
einer Autobahnraststätte.
15.09.2003
Heute lag wieder ein anstrengender Tag vor uns. Wir fuhren über die rue nationale nach Saint-Cyprien, erfreuten uns an der ungewöhnlichen Landschaft und
spielten gegen Abend noch eine 9-Loch-Runde Golf. Da wir doch sehr müde waren, entschlossen wir uns, auf dem Parkplatz des Golfplatzes zu übernachten, um am nächsten Tag, wenn die Landschaft noch schlief, eine
18-Lochrunde zu starten.
16.09.2003
Heute ist wieder ein herrlicher Tag und wir frühstücken zeitig, um uns den Golfpass, für den in Deutschland sehr viel Reklame gemacht wird, zu kaufen und
damit die Möglichkeit zu haben, für einen günstigeren Preis noch fünfmal in unserem Urlaub golfen zu können. Als wir aber ins Sekretariat kommen, erleben wir eine böse Überraschung: Golfpass vergeben wir nicht, Sie
können spielen zum normalen Preis. Wir schauen uns an, sind uns einig und gehen. Welch’ eine Enttäuschung, o.k. wir können nichts machen, aber spielen wollen wir hier nicht mehr. Also machen wir uns kurz
entschlossen auf den Weg nach Carcassonne. Mittags treffen wir dort ein, nehmen Quartier auf dem Campingplatz de la Cité, 15 Minuten Fußweg nach Carcassonne. Nach einer kleinen Erfrischung machen wir uns auf den
Weg, es ist heiß, der Weg erscheint endlos, aber in Carcassonne angekommen, sind alle Strapazen vergessen. Die Mauern der Festungsstadt ziehen uns in ihren Bann. Ich will nur kurz einiges erwähnen, sonst finde ich
kein Ende. Zu besichtigen ist das Château Comtal, die Porte Narbonnaise, la Cité und last not least die Basilika St.-Nazaire. Mit anderen Worten, unsere Enttäuschung über die nicht stattfindende Golfrunde ist
schnell vergessen und wir sind schlichtweg begeistert. Abends gehen wir müde – aber zufrieden – in unser Bett und hoffen auf einen ebenso tollen neuen Tag.
17.09.2003
Ganz können wir es nicht lassen. Wir gehen golfen in Carcassonne. Der Platz ist sportlich anspruchsvoll und landschaftlich beeindruckend, wenn nur diese
fürchterliche Hitze nicht wäre, wäre alles perfekt, aber alles kann man nicht bekommen. Nach unserem Spiel fahren wir nach Carcassonne direkt auf einen Parkplatz. Dort haben wir die Festungsstadt, die abends
beleuchtet wird, vor unseren Augen und sind nur noch glücklich. Wir gehen abends in das Restaurant „Comte Roger“, das seinem Namen alle Ehre macht. Das Essen ist vorzüglich, das Ambiente übertrifft unsere
Erwartungen und der Service ist einwandfrei. Abends im WOMO, das erleuchtete Carcassonne vor unseren Augen, sind wir uns einig, dass dies ein unglaublich schöner Tag war und wir sicherlich nicht das letzte Mal in
Carcassonne waren.
18.09.2003
Heute hatten wir wieder ein volles Programm. Zuerst fuhren wir zur Abbaye cistercienne de Fontfroide (in der Nähe von Narbonne), besuchten die Gärten und
erfreuten uns an einer unglaublichen wilden Landschaft. Leider war der Weinkeller geschlossen und wir konnten keine Weinprobe machen, aber wir entschlossen uns, noch einmal in dieses landschaftliche Paradies zu
kommen. Anschließend fuhren wir nach Narbonne, besichtigten die Kathedrale St-Just-et-St.Pasteur und machten anschließend einfach nur einen Stadtbummel, den wir genossen. Hier und da blieben wir stehen, kauften
einige Kleinigkeiten und hatten einfach Spaß. Gegen Abend fuhren wir weiter nach Béziers auf den Campingplatz Beauséjour in Serignan-Plage, richteten uns ein und machten einen Strandbummel. Wir fanden schöne
ungewöhnliche und große Muscheln und hatten einfach Spaß.
19.09.2003
Das Wetter war wieder wunderbar und wir beschlossen, noch einen Tag auf dem Campingplatz zu bleiben und noch einmal unserem Hobby nachzugehen. Der Golfplatz
von Béziers liegt wunderschön inmitten einer hügeligen Landschaft und ist sportlich recht anspruchsvoll. Wir hatten einen recht guten Tag und spielten erfreulich sicher. Danach machten wir noch einen kleinen
Strandspaziergang, sammelten Muscheln und machten es uns dann im WOMO gemütlich.
Erwähnenswert erscheint mir aber, dass es einer dieser Tage war, an denen man froh sein kann, wenn man sich nicht an dem ersten
Schluck Kaffee verschluckt und erstickt oder auf dem Weg zum Auto über die eigenen Beine fällt und sich dabei das Genick bricht. Wir liefen von einer Katastrophe in die andere und waren abends im Bett froh, dass es
außer einigen blauen Flecken und Hautabschürfungen keine weiteren Verletzungen und trotz des Essens am Boden noch etwas Gutes zum Abendbrot gab.
20.09.2003
Welch’ ein Tag und dabei fing er ganz unspektakulär mit einem Reifenwechsel und dem Wochenendeinkauf an. Anschließend fuhren wir nach Béziers, um einen
Stadtbummel zu machen und die Kathedrale Saint Nazaire zu besichtigen. Béziers ist ein wunderschönes Städtchen mit malerischen Häusern, einem wunderschönen Theater und einer Allee, durch die das Bummeln Spaß machte.
Wir verliefen uns total, so dass wir keine Ahnung mehr hatten, in welche Richtung wir gehen mussten, um die Kathedrale zu erreichen. Schließlich fragten wir eine Französin nach dem Weg. Sie war sehr freundlich,
erklärte, sie wolle auch in die Richtung gehen, wir sollten uns ihr doch anschließen, was wir natürlich gerne taten. Auf dem Weg unterhielten wir uns recht gut und sie meinte, im Lycee Henri IV und in dem daneben
liegen Collège sei ein außergewöhnliches Fest, die Schüler hätten keine Schule, es würden Darbietungen geboten und sie fände es toll, wenn wir mit ihr in die Schule gingen. Angesichts ihrer netten Art wären wir uns
unfair vorgekommen, wenn wir abgelehnt hätten. Unterwegs trafen wir ihre Tochter, die auch auf dem Weg zum Lycee war. Auf die Frage, wer wir seien und die Antwort, deutsche Touristen, kam nur ein lakonisches „Aha“.
Wir gingen also zum Lycee, schauten uns ein Video über die Schule und deren Vergangenheit an, besichtigten den Schulhof und den dazu gehörigen Garten, bis wir uns schließlich ein Herz fassten, uns mit der Begründung
verabschiedeten, schnell noch zur Kathedrale und anschließend weiter Richtung Heimat fahren zu wollen. Wir hatten selten so wenig Zeit in einer Kathedrale verbracht, zumal es sich bei dieser um ein wirklich
schönes harmonisches gotisches Bauwerk handelt. Wir hatten es eilig, weil die Parkuhr ablief und wir keine Lust hatten, unser WOMO suchen zu müssen. Wir fuhren aus Béziers in Richtung Norden zu dem Chateau
Coujan, wo wir eine Weinprobe machten, einige Flaschen Wein erstanden und uns innerhalb kurzer Zeit mit dem Winzer, einem sehr netten älteren Herrn, anfreundeten. Wir unterhielten uns angeregt, er zeigte uns nicht
ohne Stolz das wunderschöne Anwesen, machte uns hier auf einen Olivenbaum aufmerksam, zeigte uns dort einen kleinen Brunnen, ließ uns auch einen Blick in den Weinkeller werfen, zeigte uns, wo und wie gekeltert wird,
mit einem Wort, wir hatten unerwartet einen Freund gefunden. Als es ans Abschied nehmen ging, sah Violetta ein Feigenbäumchen, an dem eine einzige, nicht mehr sehr frische Feige hing. Der nette Herr schenkte sie ihr
und sie war darüber sehr glücklich. Schließlich gingen wir durch einen wunderschönen Garten, in dem herrliche Blumen blühten. Am Ende des Gartens blieb er stehen, zeigte auf ein Bäumchen und erklärte, Violetta könne
hier so viele Feigen pflücken, wie sie wolle. Es waren herrlich süße, fette, reife Feigen. Wir nahmen einige mit und holten später noch einige in einer Schüssel. Als wir abends im WOMO auf dem Parkplatz von Chateau
Coujan saßen und den Abend genossen, etwas Wein tranken und natürlich Feigen aßen, kamen Pfauen, zuerst die Männchen, die sich zu unserer Verblüffung alle auf einen Baum häuslich niederließen und zur Nacht ein
geeignetes Plätzchen suchten. Kaum hatten die Männchen ihren Ruheplatz gefunden, kamen eine ganze Menge Weibchen mit ihren Jungen, wanderten ebenfalls zu dem Baum und suchten ihr Nachtquartier. Es herrschte ein
Geflatter und Geschrei, bis endlich alle ihren Ruheplatz gefunden hatten. Überraschend war, dass es keinerlei Rangunterschiede zu geben schien, lediglich ein schneeweißer Pfau war ausgeschlossen und musste sich ein
Plätzchen auf einem Nachbarbaum suchen. Wir fotografierten und filmten natürlich ausgiebig und hatten an diesem Abend nicht enden wollende Gesprächsthemen, bis wir schließlich hundemüde ins Bett wanderten,
allerdings mit dem beglückenden Gefühl, hier nicht das letzte Mal gewesen zu sein.
21.09.2003
Wir mussten von unserem Paradies leider Abschied nehmen und machten noch einen kleinen Spaziergang, fanden noch einige Feigen, die Pfauen wanderten wieder
umher, alles war noch genau so friedlich wie am Tag zuvor. Wir fuhren weiter nach Salin du Giraud an den Strand und machten uns einen gemütlichen Tag, genossen die Sonne, den Wind und das Meer, sahen am Horizont
einige Schiffe vorbeifahren und sahen abends die blutrote Sonne im Meer verschwinden. Es war einer jener Tage, die man eben manchmal braucht, um alle Erlebnisse zu verarbeiten. Salin du Giraud.:
Ver- und Entsorgungsstation Eigenbau. Gleichzeitig Übernachtungsmöglichkeit für ca. 7-8 Mobile
22.09.2003
Als wir aufwachten, merkten wir, das WOMO war ausgesprochen dunkel und es schien keine Sonne. Wir dachten, nach der teils unerträglichen Hitze ist es einmal
nicht schlecht, wenn es etwas kühler wird. Auch als einige Regentropfen fielen, fanden wir es nicht übel, nachdem es nicht kalt, sondern eher angenehm war. Wir beschlossen, nach Arles zum Einkaufen zu fahren und
anschließend die Stadt zu besichtigen. Als wir bei dem Einkaufszentrum ankamen, hatte sich der Himmel bedenklich verändert, Wind setzte ein und es fing an zu blitzen und zu donnern. Wir erreichten gerade noch das
Géant, bevor dichter Regen einsetzte. Wir ließen uns Zeit beim Einkaufen und hofften, dass das Gewitter bald vorüber sein würde. Als wir jedoch nach draußen kamen, regnete es noch immer heftig und das Gewitter war
offensichtlich noch in vollem Gange. Aber es kam noch schlimmer, der Himmel öffnete seine Schleusen, wie wir es noch nie erlebt hatten, es krachte und schepperte und innerhalb kürzester Zeit hatte sich der Parkplatz
in einen See verwandelt. Kein Auto fuhr mehr, mit einem Wort, es ging nichts mehr. Wir saßen im WOMO und warteten. Unseren Plan, einen Stadtbummel zu machen, hatten wir längst aufgegeben, wir wollten nur noch irgend
wohin fahren, wo wir übernachten konnten. Aber das Unwetter hatte Ausdauer und wir mussten warten. Mittags um 16.00 Uhr war es bereits stockdunkel und es sah so aus, dass es nie mehr würde aufhören wollen zu
gewittern. Als der Regen schließlich ein bisschen nachließ, fuhren wir durch den See-Parkplatz und gerieten in einen endlosen Stau, sämtliche Unterführungen waren voll Wasser, der Verkehr wurde überall umgeleitet.
Nach endlos erscheinender Zeit erreichten wir die Autobahn, fuhren auf den ersten Rastplatz, um dort die Nacht zu verbringen. In dieser Nacht standen wohl alle Autos von Arles und Umgebung auf diesem Parkplatz, denn
wir fanden nur sehr mühsam ein Plätzchen. Müde gingen wir bald schlafen und hörten noch im Halbschlaf ein bedrohliches Plitsch-platsch-krach.
23.09.2003
Der erste Gedanke war, es ist ruhig draußen und ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass das Wetter sich tatsächlich beruhigt hatte. Wir fuhren los, machten in
Châteauneuf du Pape Halt, frühstückten, genossen den wunderschönen Blick auf die Rhone und machten uns auf, um Orange zu besichtigen. Es ist eine wunderschöne Stadt mit viel Sehenswertem. Ich will in meinem Bericht
nur auf zwei Highlights verweisen. Der Arc de Triomphe ist ein Muß bei der Besichtigung, ist es doch das drittgrößte der noch erhaltenen Monumentaltore dieses Typs. Das zweite noch größere Highlight ist natürlich
das Théâtre antique. Selbst Ludwig XIV bezeichnete die noch erhaltene 103 Meter breite und 36 Meter hohe Wand als „schönste Wand seines Königreichs“. Diesem Satz ist kaum etwas hinzuzufügen. Wenn man die Stufen
hinaufsteigt, kann man sich noch heute von der unglaublichen Akustik des Theaters überzeugen. Es ist wohl ein Traum eines jeden Theaterliebhabers einmal während der Sommerzeit ein Opernstück in dieser Arena zu sehen
und den Glanz vergangener Zeiten auferstehen zu lassen. Auch hier mussten wir Abschied nehmen und wir entschlossen uns, schon einmal Richtung Norden zu fahren, denn unser Urlaub neigte sich seinem Ende. Wir
fuhren einfach Richtung Valence und dann Grenoble, als wir einen Wegweiser nach Abbaye Ste. Antoine sahen. Wir entschlossen uns, die Nacht bei dieser Abbaye zu verbringen. Wir fuhren endlose Sträßchen, den Berg
hinauf und hinunter, bis wir schließlich in der Ferne die Abbaye sahen. Wir waren beeindruckt und freuten uns auf etwas Neues. Wir fanden einen großen Parkplatz unterhalb der Abbaye und entschlossen uns, noch
einen kleinen Spaziergang zu machen. Als wir aus dem WOMO ausstiegen, fanden wir lauter „komische schwarze und grüne Früchte“ und fragten uns, was das wohl sein könnte. Plötzlich sahen wir es, wir parkten unterhalb
einer „Walnussplantage“, überall lagen Walnüsse, die „komischen schwarzen und grünen Früchte“ waren die Schalen, und wir machten uns daran, einige einzusammeln, denn die würden sicherlich – denken wir an die Feigen
– köstlich schmecken. Den Spaziergang zur Abbaye vertagten wir und entschlossen uns, am nächsten Morgen alles ausgiebig zu besichtigen. Info: Ver- und Entsorgung möglich. Beim Parkplatz gibt es eine öffentliche
Toilette mit einem Handwaschbecken. Nicht auf den oberen Parkplatz, sondern auf den Busparkplatz am Dorfanfang (Sportplatz) fahren.
24.09.2003
Heute haben wir die Abbaye besucht und waren mal wieder beeindruckt. Hier spürt man wieder die Vergangenheit und die Steine sprechen ihre eigene Sprache. Es
war eine schöne Stunde, in der wir alles betrachteten und uns Gedanken über das Heute und Gestern, das Ferne und Nahe machten. Wir fuhren weiter mit dem sicheren Gefühl, hier nicht das letzte Mal gewesen zu sein.
Plötzlich wurde uns klar, unser Urlaub neigte sich unwiederbringlich dem Ende, wir mussten Richtung Deutschland fahren. Wir fuhren wieder über die Schweiz, kauften zuerst in Lugrin bei Evian nochmals frischen Käse
in der Fromagerie und fuhren weiter. Abends gegen 20.00 Uhr waren wir wieder in Deutschland. Wir fuhren noch auf den WOMO-Platz in Bad Krotzingen, wo wir bald müde in unsere Betten fielen. Keine Ver- und
Entsorgung. Neu: Jetzt auch ab dem ersten Tag Geführenpflichtig: 7 Euro pro Nacht
25.09.2003
Nun hatten wir nur noch die letzte Wegstrecke vor uns. Wir frühstückten gemütlich und fuhren nach Hause.
Nachtrag
Wir haben einen wunderschönen Urlaub verbracht, hatten viel Spaß, auch einigen Ärger, so hat jemand versucht, das WOMO aufzubrechen, außer dem zerstörten
Türschloss wurde jedoch kein Schaden angerichtet. Wir werden die schönen Erlebnisse und unsere Harmonie aber niemals vergessen und freuen uns schon heute auf neue Urlaube, in denen wir sicherlich wieder viel
Aufregendes erleben werden.
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